| Unterwegs für eine saubere Stadt |
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(NW vom 09.11.2012) Neuer Mitabeiter kümmert sich in Warburg um ordnungsgemäße Hundehaltung. 1.425 Hunde sind insgesamt im Warburger Stadtgebiet gemeldet. „Die meisten Hundehalter verhalten sich vorbildlich“, sagt Bürgermeister Michael Stickeln. Die, die das nicht tun, werden künftig von Hans-Josef Grimm freundlich auf ihre Pflichten hingewiesen. Der 67-Jährige ist seit Anfang des Monats um Auftrag eines sauberen Stadtbildes unterwegs. Zehn Stunden in der Woche soll er sich darum kümmern, dass Hundekot vom Hundebesitzer entsorgt wird, die Tiere angeleint sind und nicht auf Spielplätze mitgenommen werden. ![]() Kann sich ausweisen: Hans-Josef Grimm kümmert sich künftig um die ordnungsgemäße Hundehaltung im gesamten Warburger Stadtgebiet. Zehn Stunden in der Woche ist der 67-Jährige dafür unterwegs. FOTO: SIMONE FLÖRKE Ein im Altkreis Warburg bislang einmaliges Projekt, das die Stadt Warburg da mit ihrem neuen Mitarbeiter auf 440-Euro-Basis angeht. In der Vergangenheit habe es immer wieder Beschwerden der Bürger vor allem über Tretminen – Hundehaufen – gegeben, begründet der Bürgermeister den ungewöhnlichen Schritt. Auch die Mitarbeiter des Touristik-Büros seien von Gästen in der Hansestadt darauf angesprochen worden, ergänzt der Erste Beigeordnete Klaus Braun. Hans-Josef Grimm, vielen bekannt durch seine Rolle als Gerber beim Kälkenfest, pflegt auch das Gerber-Denkmal am Johannisturm in der Altstadt. „Dort habe ich das Problem mit dem Hundekot in den Griff bekommen“, erzählt der 67-Jährige. Für die Stadt Warburg also der richtige Mann für diesen neuen Job. Grimm – früher selbst Hundebesitzer – kann sich als städtischer Mitarbeiter ausweisen und ist berechtigt, die Personalien von Hundehaltern aufzunehmen. Vor allem aber setzt er auf ein vernünftiges Gespräch und die Einsicht der Zweibeiner. Brennpunkte mit tierischen Tretminen sind laut Bürgermeister die Grünanlagen im Stadtgebiet, das Naherholungsgebiet in Hardehausen, aber auch die Warburger Innenstadt, beispielsweise rund ums historische Rathaus Zwischen den Städten oder Hinter der Mauer Süd. Michael Stickeln betont ausdrücklich: „Wir wollen einen offenen Umgang mit der Problematik, sind keinesfalls hundefeindlich.“ Dennoch bedeute das Zahlen von Hundesteuer nicht, dass damit auch Hinterlassenschaften des Vierbeiners von der Stadt automatisch beseitigt werden. „Sie ist eine reine Ordnungssteuer.“
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