Stadt Warburg

Eine Stadt mit Geschichte

Kontakte knüpfen

(NW vom 22.11.12) Delegation aus Brasilien zu Besuch in Warburg / Einladung zu Städtepartnerschaft.

Er sei so etwas wie der Türöffner für seinen Bürgermeister: Abt Luis Alberto aus Itinga in Brasilien schmunzelte, als er sich mit Johannes dem Täufer verglich. So wie der Mann aus der Bibel vor 2000 Jahren die Ankunft Jesu ankündigte, sei der Abt nun Vorbote seines Bürgermeisters.




 

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Empfang im Rathaus: S tephan Lüring, Felicitas Schimmel, Abt Luis Alberto, Gregor Paal, Klaus Braun, Monsignore Konrad Schmidt (v.l.) FOTO: ANNEDORE WILMES

Paolo Apolo steht der kleinen Stadt Itinga vor und ist heute in Warburg zu Besuch. Der Brasilianer wurde im Januar zum Bürgermeister des 20.000 Einwohner starken Städtchens nahe der Megalopolis São Paolo gewählt. Zur Zeit ist er auf Europareise. Eines seiner Ziele ist, langfristige Beziehungen zu einer deutschen Stadt aufzubauen. Kontakt mit der Hansestadt im Bördeland aufzunehmen, lag da nahe. Apolo ist eng befreundet mit dem brasilianischen Zisterzienserkloster in Itinga, das 1951 vom deutschen Abt Alfons Heun aus Hardehausen gegründet worden war. Damals wollten die Zisterzienser in einem Entwicklungsland eine neue Gemeinschaft aufbauen. Die Kontakte zwischen Itinga und Hardehausen sind nach wie vor lebendig. Gregor Paal aus Hardehausen und Monsignore Prof. Konrad Schmidt, ehemaliger Rektor der Landvolkshochschule Hardehausen, stehen regelmäßig in Kontakt mit der brasilianischen Klostergemeinschaft. „Es wäre bereichernd, wenn auch Beziehungen zwischen den Städten unserer Klöster entstehen würden,“ betonte Schmitt.
Abt Luis und Bürgermeister Alto denken an einen kulturellen Austausch. „Sich gegenseitig besser kennenlernen, zum Beispiel durch wechselseitige Ausstellungen“ schwebt dem Mönch vor. „Bisher konnten wir unsere Partnerstädte immer gut mit dem Auto erreichen“, sagte Klaus Braun. Der Erste Beigeordnete der Stadt Warburg spielte auf die knapp 10.000 Kilometer an, die zwischen Itanga und Warburg liegen. „Wir freuen uns sehr über den Besuch von Abt Luis Alberto und Bürgermeister Apolo in Warburg. Die Einladung zu einer Städtepartnerschaft ist eine feine Sache.“
Freundschaften zwischen Städten hätten jedoch vieles gemeinsam mit Freundschaften zwischen Menschen. Es brauche Zeit, Beziehungen aufzubauen. Und es sei wichtig, den Dingen die Zeit zu geben, die sie brauchen. Dann könne viel Bereicherndes entstehen zwischen Städten, auch über Weltmeere hinweg. Auf dem Weg von der Idee einer Städtefreundschaft bis zu einer offiziellen Partnerschaft lägen viele Gespräche, gemeinsame Überlegungen und Besuche. „So etwas braucht Zeit.“ Nicht zuletzt müsse eine Partnerschaft zu einer anderen Stadt auf ausreichende Zustimmung in politischen Gremien wie dem Rat der Stadt Warburg treffen. Das bilde die Basis für einen dauerhaften Austausch. Zunächst werde der Erste Beigeordnete der Stadt zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin dem Bürgermeister von dem Besuch und der Einladung aus Brasilien berichten.



 

 
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