| Müntefering nicht nominiert |
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(WB vom 28.10.09) Heinz-Josef Bodemann und Felicitas Schimmel sind Bürgermeister-Stellvertreter.
Der Warburger Stadtrat hat gestern Abend mehrheitlich Heinz-Josef Bodemann (57) aus Calenberg zum 1. stellvertretenden Bürgermeister und Felicitas Schimmel (56) aus Warburg zur 2. stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt. Beide gehören der CDU an. Reinhold Kaufmann (62) aus Ossendorf, den die SPD ins Rennen geschickt hatte, war angesichts der Stimmenverhältnisse im Rat chancenlos. ![]() Strahlende Gesichter nach der Wahl: Bürgermeister Michael Stickeln (Mitte) und seine beiden Stellvertreter, Heinz-Josef Bodemann (links) und Felicitas Schimmel (rechts). Foto: Ulrich Schlottmann
Auf die CDU-Liste mit den Namen Bodemann und Schimmel entfielen 28 Stimmen, für den SPD-Kandidaten Kaufmann stimmten zehn Ratsmitglieder.
Überraschend hatte die CDU-Fraktion Elisabeth Müntefering, die 17 Jahre stellvertretende Bürgermeister war und diese Amt gern weitergeführt hätte, nicht wieder nominiert. Die 70-Jährige war bei Kampfabstimmungen in der Fraktion zweimal unterlegen. Wie das WESTFALEN-BLATT berichtet hat, gab es in der CDU-Fraktion drei Bewerber für die zwei Stellvertreterpositionen. Um diesen Konflikt zu lösen, hatte der Fraktionsvorstand Elisabeth Müntefering vorgeschlagen, dass sie ihr Amt nach der Hälfte der Legislaturperiode in jüngere Hände abgibt und sich dazu auch schriftlich verpflichtet. Das hatte die CDU-Politikerin abgelehnt. Elisabeth Müntefering war dann in der Abstimmung für die Besetzung des 1. Vize-Bürgermeisteramtes Heinz-Josef Bodemann ebenso unterlegen wie bei der Entscheidung für das zweite Stellvertreteramt Felicitas Schimmel. Zu Beginn der gestrigen Ratssitzung hat der Alterspräsident, der 74-jährige Hans-Joachim Kulemann von der Bürger Union, Bürgermeister Michael Stickeln (41) den Amtseid für seine zweite Amtszeit, die nunmehr sechs Jahre dauert, abgenommen. Die vergangenen fünf Jahre hätten gezeigt, dass Michael Stickeln das in ihn gesetzte Vertrauen der Bürger mehr als gerechtfertigt habe. Mit seiner großen fachlichen und politischen, aber auch menschlichen Kompetenz habe er sich, in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Rat, in hervorragender Weise zum Wohl der Stadt Warburg eingesetzt, sagte Kulemann, der dem Bürgermeister trotz finanziell schwieriger Zeiten weiterhin viel Erfolg wünschte. Das mit großer Mehrheit wiedergewählte Stadtoberhaupt stimmte die Ratsmitglieder auf eine finanziell schwierige Legislaturperiode ein und rief sie angesichts der Herausforderungen zu Geschlossenheit auf: »Die vor uns liegenden Aufgaben können wir nur in gemeinsamer Kraftanstrengung bewältigen. Denken Sie daran, dass die Bürger uns ihr Vertrauen geschenkt haben, damit wir für sie arbeiten und nicht, damit wir gegeneinander arbeiten.« |

