| Ausschuss stimmt dem Entwurf zu |
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(NW 20.01.10) Barrierefreie Gestaltung des historischen Stadtkerns: Auch der Bau und Planungsauschuss des Warburger Stadtrates hat sich unter den drei eingereichten Entwürfen für den Vorschlag des Landschaftsarchitekturbüros Lohaus-Carl entschieden.
Nachdem sich bereits in der vergangenen Woche die Mitglieder des Bezirksausschusses für die Pläne ausgesprochen hatten (die NW berichtete), empfahlen gestern Abend auch die Mitglieder des Bauausschusses bei einer Enthaltung einstimmig dem Rat, sich für die Ideen und Vorstellungen der Architekten Irene Lohaus und Peter Carl zum barrierefreien Umbau der Innenstadt zu entscheiden. Damit folgten die Ausschussmitglieder ebenfalls dem Votum des Lenkungskreises, der die Entwürfe des Hannoveraner Büros favorisiert hatte. Offen in Fragen der Details Die Anregungen, die in einer Bürgerversammlung am Dienstag vergangener Woche protokolliert wurden, sollten bei der Feinabstimmung des Bauvorhabens, das im Sommer in der oberen Hauptstraße beginnen soll, bedacht werden, mahnte Josef Eilbrecht (CDU) an. „Wir sind in unseren Entscheidungen offen“, bemerkte Ausschussvorsitzender Willi Vonde (CDU). Vor den einzelnen Bauphasen müsse über Detailfragen jeweils frühzeitig beraten werden. „Die Barrierfreiheit der Innenstadt ist unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels zukunftsweisend“, meinte Karl-Heinz Helmuth (SPD). Die Liberalen sehen in dem landesweiten Pilotprojekt auch einen Akt der Wirtschaftsförderung, wie ihr Vertreter Rudi Ryll betonte. Allerdings forderte der FDP-Ratsherr eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein der Bürger für die Anforderungen einer barrierefreien Gestaltung zu schärfen. Auch die Grünen stehen den Plänen positiv gegenüber. „Barrierefrei für Menschen, nicht für Autos“, fand Hilla Zavelberg-Simon klare Worte. Die Äußerungen, die in der Bürgerversammlung gefallen seien, hätten diesen Schwerpunkt der Umgestaltung doch arg vermissen lassen. Dagegen sah Jochen Kuhlemann von der Bürger-Union in dem Konzept noch „viele Unwägbarkeiten“, besonders in finanzieller Hinsicht. Er befürchtet, dass angesichts der schwierigen Haushaltslage Gelder, die in das Projekt fließen, den Dörfern abgezogen werden. Kuhlemann enthielt sich bei der Abstimmung, weil „wir später nicht gesagt bekommen wollen, ihr habt doch auch zugestimmt“. Dafür handelte sich der BU-Ratsherr von der Sozialdemokratin Hannelore Ludwig den Vorwurf der „politischen Feigheit“ ein. |
