Stadt Warburg

Eine Stadt mit Geschichte

Grauwacke und Dolomit

(NW vom 11.02.10) Alle Ratsfraktionen begrüßen die Pläne zum landesweiten Modellprojekt „Barrierefreie Gestaltung des historischen Stadtkerns“.

Das Fundament der Planungen steht, jetzt geht es ins Detail: Mit dem Beschluss des Warburger Stadtrates, das Landschaftsarchitektur-Büro LohausCarl mit der weiteren Planung zu beauftragen, nahm das Modellprojekt „Barrierefreie Gestaltung des historischen Stadtkerns“ am Dienstagabend eine entscheidende politische Hürde (wir berichteten).

 

Einstimmig hatten sich die Ratsfraktionen für den Entwurf aus Hannover ausgesprochen. Damit halten Grauwacke und Dolomit Einzug in die Innenstadt, die bereits ab den Sommermonaten saniert werden soll.

Willi Vonde, Fraktionsvorsitzender der CDU, betonte in der Sitzung, dass die Stadt die Vorschläge der anderen beiden am Verfahren beteiligten Planungsbüros ebenso eingekauft habe, wie das von allen kommunalpolitischen Seiten favorisierte. „Jetzt gilt es, entsprechende Entscheidungen zur Ausführung zu treffen“, so Vonde. „Stück für Stück“ sollten nun in den politischen Gremien Detailfragen geklärt werden. Auch die Sozialdemokraten begrüßten die Ausrichtung der barrierefreien Umgestaltung an den Ideen der Landschaftsarchitektin Irene Lohaus und des Städteplaners Peter Carl. „Wir unterstützen die Pläne“, sagte Fraktions-Chef Karl-Heinz Hellmuth. Franz-Josef Rose von den Grünen betonte, das die Entscheidung ein Grundsatzbeschluss sei. „Wir haben drei Vorschläge, wir sollten alle guten Elemente bei den weiteren Beratungen beachten.“ Zugleich forderte der Grünen-Fraktionsvorsitzende ein „vernetztes Denken“: Vorstellungen privater Grundstückseigentümer sollten bei den vorgesehenen Umgestaltungen im öffentlichen Bereich integriert werden. Auch die Liberalen folgten dem Votum, das bereits im Bezirks- und im Bauausschuss abgegeben wurde. Doch werde man darauf achten, das alle Parkplätze erhalten blieben, und dass heimische Firmen bei den Ausschreibung berücksichtigt würden, so ihr Sprecher Rudi Ryll.

Eine persönliche Erklärung gab Christian Holtgreve (Bündnis90/Grüne) zu Protokoll. Der Ratsherr aus der Altstadt forderte, den historischen Stadtkern vom Durchgangsverkehr zu befreien und die baulichen Reste des ehemaligen Rathauses auf dem Neustadt-Marktplatz sichtbar zu machen.

Eine Musterfläche mit den vorgeschlagenen Pflastermaterialien helle Grauwacke und dunkler Dolomit soll möglichst bald verlegt werden. Die Stadt wird federführend, unterstützt vom Planungsbüro LohausCarl und einem Tiefbauingenieurbüro die Baumaßnahmen koordinieren. Nach der Rechtsauffassung der Warburger Stadtverwaltung werden keine Anliegerkosten entstehen. Man wartet auf ein bestätigendes Schreiben aus der Bezirksregierung.
 
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