Stadt Warburg

Eine Stadt mit Geschichte

Staatssekretär nimmt Anregungen mit

(WB vom 26.02.10) Günter Winands sieht im Rückgang von Schülerzahlen nicht nur Probleme.

Wünsche und Probleme, die Schulleiter und Schulträger im Altkreis Warburg bewegen, aber auch jede Menge gute Eindrücke nimmt Günter Winands mit ins NRW-Schulministerium nach Düsseldorf. Der 53-jährige Staatssekretär war gestern zum dritten Mal zu Gast in Warburg. In der Hauptschule suchte er den Dialog mit Schulvertretern.
 

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Staatssekretär Günter Winands (Mitte) hat sich im Beisein von Bürgermeister Michael Stickeln (links) und dem Landtagsabgeordneten Hubertus Fehring in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.
 
Zum Auftakt seiner Stippvisite traf sich der Staatssekretär zunächst mit den Bürgermeistern der drei Städte. Die Zukunft der Förderschulen vor Ort lag den heimischen Stadtchefs besonders am Herzen. »Wir werden versuchen, mehr Schüler in den Regelunterricht zu bekommen, dabei werden wir aber auch die eine oder andere Förderschule verlieren«, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist eine UN-Konvention zum Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung im integrativen Bildungssystem. Günter Winands versicherte, dass durch das nun geltende Recht nicht plötzlich die Förderschulen im Land geschlossen werden.
Des Weiteren ging Winands auf die Problematik des doppelten Abiturjahrgangs 2013 ein und auf den Wunsch einiger Eltern, zwei Abiturtermine in diesem Jahr zur Entzerrung anzusetzen: »In Bayern ist dies möglich, weil der alte Jahrgang im Leistungskurs-System unterrichtet wird und der neue nicht. In NRW sitzen die Schüler des neunjährigen Abitur-Jahrgangs und die des achtjährigen in den gleichen Kursen. Die Hälfte der Schüler auf gleichem Wissensstand müsste ein halbes Jahr früher zur Prüfung. Das geht nicht«, so einer seiner vielen Gründe gegen diese Zweiteilung.
Nach dem Treffen mit den Bürgermeistern wurde Günter Winands im historischen Rathaus Zwischen den Städten in Empfang genommen, dort trug sich der NRW-Staatssekretär in das Goldene Buch der Stadt Warburg ein.
In der Warburger Hauptschule wurde der Gast aus Düsseldorf mit rockiger Musik begrüßt. »Das ist unsere Schulband«, stellte Schulleiter Rolf Brinkmann die Rockband unter Leitung von Alice Niepon vor. Von der Ausstattung der Schule überzeugte sich der Staatssekretär bei einem Rundgang, bevor sich die interne Dialogveranstaltung mit Schulleitern, den Bürgermeistern, dem Landrat sowie Vertretern der Schulaufsicht und der Schulträger anschloss.
 
 
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Mit fetzigen Klängen hat die Schulband der Warburger Hauptschule den Staatssekretär aus Düsseldorf begrüßt. Bei einem Rundgang lernte Günter Winands die Angebote der Schule kennen. Fotos: Silvia Schonheim
 
 
Der Rückgang der Schülerzahlen sei eines der großen Probleme im ländlichen Bereich, so Winands. Er rief dazu auf, den demografischen Wandel auch als Chance zu begreifen, etwa um den Ganztagsbereich auszubauen und kleinere Klassen zu bilden. Das Ministerium wolle Schulstrukturen erhalten. Die Anregung, in ländlichen Regionen andere Mindestschülerzahlen für den Erhalt von Schulen gelten zu lassen als in Großstädten, nehme er gerne mit.
 
 
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