| Bürger bauen eine Burg für ihre Stadt |
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(WB vom 04.03.10) WDR 2-Städtefinale: Warburg zieht gleichauf mit Versmold - Chance auf Konzert gewahrt.
»Yes we can«: Das haben gestern hunderte Warburger gemeinsam mit Bürgermeister Michael Stickeln dem Radiosender WDR 2 bewiesen: Mit zwölf Punkten liegt Warburg nun im Wettstreit der zehn Finalisten um ein kostenloses Open-Air-Konzert mit Nena gleichauf mit Versmold. ![]() Bürgermeister Michael Stickeln (links) hat sich über den großen Einsatz der Warburger gefreut, die innerhalb von nur fünf Stunden eine riesige Burg auf dem Neustädter Marktplatz aufgebaut hatten. Fünf Punkte hat Radiomoderator Matthias Bongard (rechts) für diese bestandene Stadtaufgabe vergeben. Beim Bürgermeisterquiz hat Michael Stickeln sieben von zehn Punkten für Warburg geholt. Fotos: Silvia Schonheim
Um 10.10 Uhr verkündete Moderator Matthias Bongard der jubelnden Menschenmenge die Stadtaufgabe des Wettbewerbs »WDR 2 für eine Stadt«: »Warburg fehlt etwas ganz Wichtiges: eine eigene Burg! Die Ruine auf dem Desenberg zählt nicht. Baut eine Burg, wie es sie sonst nirgendwo gibt, in der auch einige Burgherren und -fräulein hineinpassen. Außerdem wäre es schön, wenn ihr ein Lied über Warburg, WDR 2 und Westfalen singen würdet.«
Fünf Stunden lang setzten Stadt-, Bauhof- und Stadtwerke-Mitarbeiter, Schüler, Lehrer, der Heimat- und Verkehrsverein, die Schützen und auch die Warburger Brauerei alles in Bewegung, um eine stattliche Burg auf dem Neustadt-Marktplatz zu bauen. Die Feuerwehr rief per Lautsprecher-Durchsage die Warburger zur Mithilfe beim Bau auf. Bühnenelementen vom Kälkenfest wie die Wasserwippe kamen genauso zum Einsatz wie 500 Bierkisten, Strohballen und Pappkartons. ![]() »Yes we can« oder »Einer für alle - Alle für Warburg« prangte auf den Plakaten, mit denen die Bürger auf dem Neustadt-Marktplatz zum Finale der Aktion »WDR 2 für eine Stadt« angerückt waren.
Um Punkt 15 Uhr stand die Prachtburg, bevölkert von Burgfräulein und Rittersleuten, sogar ein Burgdrache zeigte sich vor einem 40 Quadratmeter großen Bild des Desenbergs. Passend dazu sangen hunderte Warburger unter Begleitung der Big-Band des Hüffertgymnasiums »Juppheidi, juppheida, in Warburg ist es wunderbar«. Das Lied »Westfalen hat 'ne schöne Stadt« hatten Thomas Volmert, Hannelore Ludwig, Herbert Cramme, Christiane Faupel und Hilla Zavelberg-Simon getextet.
»Aufgabe bestanden, volle Punktzahl«, rief Radiomoderator Bongard den Zuschauern zu. Fünf von maximal 15 Punkten hatten die Warburger somit gesichert. ![]() Stadtaufgabe bewältigt: Die Warburger haben innerhalb von fünf Stunden eine Burg aus Bühnenelementen des Kälkenfestes, aus Strohballen und Bierkisten auf dem Neustädter Marktplatz aufgebaut.
Dann war die Nervenstärke von Michael Stickeln gefragt. Im Bürgermeisterquiz musste er innerhalb von wenigen Sekunden zehn knifflige, teilweise spitzfindige Behauptungen über seine Stadt für richtig oder falsch erklären. Sieben Mal lag Michael Stickeln richtig. Drei Mal lag er daneben, scheiterte an Aussagen über die Parkgebühren, die Städtefreundschaft zu Falkenberg und eine Behauptung über Emil Herz. Sieben Punkte im Bürgermeisterquiz und fünf für die bestandene Stadtaufgabe bedeuten zwölf Punkte für Warburg. »Die Chance auf das Radiokonzert am 4. September mit Nena, Amy Macdonald und der Band Stanfour ist gewahrt«, sagte der Moderator Bongard. Falls keiner der Finalisten mehr als zwölf Punkte einheimst, gibt es ein Stechen zwischen den Städten mit einem Punktestand von zwölf.
Bis zum 13. März müssen noch sieben Städte im Finale antreten. In Mettingen konnten die Bürger und der Bürgermeister am Montag neun Punkte erringen, sie verwandelten ihr Rathaus in ein Hotel. Die Versmolder holten sich wie die Warburger zwölf Punkte, hier machten die Bürger aus einem Bus eine Salami mit Fleischerei-Fachangestellten als Fahrgäste. Morgen kämpft Ochtrup im Städtewettbewerb. ![]() Realschüler hatten in Warburger Geschäften Kartons für den Turm der Warburger Burg gesammelt. |




