Stadt Warburg

Eine Stadt mit Geschichte

Schlaglöcher sind erst einmal gestopft
(WB vom 10.03.10) Winter 2009/10 verursacht im Altkreis das Dreifache der sonst üblichen Straßenschäden.
 
Die Straßenschäden durch den strengen Winter halten sich im Warburger Land in Grenzen. Diese Einschätzung vertreten die zuständigen Mitarbeiter in den drei Rathäusern. Gleichwohl sei im Vergleich zu den zuletzt milderen Wintern gut das Dreifache an Schäden aufgetreten, heißt es übereinstimmend.
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Gut 100 Schlaglöcher haben sie zuletzt in der Stadt Warburg verfüllt: die Bauhof-Mitarbeiter Otto Urbaschek (links) aus Menne und Bernhard Thill aus Warburg. Gestern rückten sie in der Kernstadt zur Schönen Aussicht aus, um dieses Loch an der Ecke zur August-Dissen-Straße zu stopfen. Für die provisorische Reparatur der Straßenschäden benutzen sie kalten Asphalt. "Das hält erst einmal eine Weile", sagen sie. Foto: Reinhardt
 
Die genauen Kosten sind in Borgentreich, Warburg und Willebadessen noch nicht ermittelt worden. Alle drei Städte beabsichtigen aber, bei der Schadensbeseitigung Haushaltsmittel aus ihren Töpfen für Straßen- und Wegesanierung zu verwenden. In Borgentreich etwa sind soeben 585 000 Euro für solche Arbeiten bereitgestellt worden. In der Prioritätenliste rücken nun Strecken, die durch Schnee und Frost arg in Mitleidenschaft gezogen worden sind, ganz nach oben.
Überall im Altkreis sind in den vergangenen drei Wochen die Bauhof-Mitarbeiter ausgerückt, haben provisorisch Schlaglöcher gestopft und Gefahrenstellen beseitigt. 30 bis 40 Zentimeter tiefe Löcher hatten sich beispielsweise an der Zufahrt zum Rimbecker Milchwerk aufgetan, was den Lastwagenfahrern dort reichlich Probleme bereitete. In der Kernstadt hat es deutliche Schäden am Paderborner Tor, an der Kasseler Straße, auf dem Stiepenweg am HPZ St. Laurentius und im Industriegebiet gegeben.
Zehn Tonnen Kaltasphalt seien in Warburg verfüllt worden, um die Löcher zu flicken, berichtet Diplom-Ingenieur Walter Güntermann. In sonstigen Jahren seien es meist nur drei bis vier Tonnen gewesen. Unterm Strich aber sei Warburg mit einem blauen Auge davon gekommen. Es zahle sich nun aus, dass Warburg in den zurückliegenden Jahren viel in die Instandsetzung der Straßen investiert habe, so seine Einschätzung. Bei den stark betroffenen Abschnitten in Innenstadtnähe stünden ohnehin großflächige Sanierungen an, so Güntermann, »da hat der Winter bestätigt, wie notwendig das auch ist«.
Reichlich Schlaglöcher gezählt und gestopft hat auch der Landesbrieb Straßen NRW. Die Schäden seien gleichmäßig über die 350 betreuten Kilometer an Bundes- und Landesstraßen verteilt, heißt es dazu bei der Straßenmeisterei in Peckelsheim. Die Schäden würden jetzt detailliert erfasst. Sie seien aber nirgends so gravierend gewesen, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen hätten angeordnet werden müssen.
Der Knackpunkt in diesem Winter: Tief klaffende Schlaglöcher, zerbröselnder Asphalt, Spurrillen und steile Abrisskanten. Wasser dringt in den vorgeschädigten Stellen durch feine Risse in den Belag ein und weicht den Untergrund auf. Bei Frost sprengt das Wasser in den Rissen dann den Asphalt regelrecht auf. Der häufige Wechsel von Frost und Tauwetter, wie er im Februar aufgetreten ist, verstärkt diesen Effekt noch.
Dennoch: »In Borgentreich halten sich die Schäden in Grenzen«, sagt Thomas Sievers vom städtischen Bauamt. Es habe keine Straßen mit massiven Problemen gegeben. Wenn eine schadhafte Stelle gemeldet werde, rückten die Bauhof-Mitarbeiter kurzfristig aus, so zuletzt etwa bei einer beschädigten Bankette in Borgholz.
So wird auch in Willebadessen verfahren. Dort waren Abschnitte der Straße von Löwen nach Gut Alfredshöhe, am Lüsterbach in Peckelsheim und am Weißen Weg im Ort Willebadessen besonders stark betroffen. »Es hat sich aber im Rahmen gehalten«, so Ulrich Reiffer vom Bauamt. Die provorisch geflickten Löcher würden eine Weile halten. Ende März werde man bei dann geeigneten Temperaturen mit der richtigen Reparatur unter Einsatz von heißem Asphalt beginnen können, hoffen die Verantwortlichen.
Der erneute Schneefall und Frost seit vorigem Freitag hat die Situation nach bisherigen Erkenntnissen nicht verschärft. »Nach einer ersten Sichtung gibt es kaum zusätzliche Schäden«, erklärt Walter Güntermann (Stadt Warburg), »entsprechende Meldungen aus der Bevölkerung sind auch nicht eingetroffen«.
 
 
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