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Zwei „Bänke für Toleranz“ setzen ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz in Warburg


Warburger Jugendliche gestalten symbolträchtige Bänke, die zum Reflektieren, Verweilen und Nachdenken einladen. Mit den selbstgebauten Bänken möchten die Jugendlichen ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz in Warburg setzen. Jetzt wurden die farbenfrohen Bänke an zwei Orten in Warburg aufgestellt und offiziell eingeweiht.

An zwei Werkstatt-Terminen (03. und 10. November) trafen sich 12 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Warburger Schulen (Laurentiusschule, Sekundarschule, Hüffertgymnasium, Gymnasium Marianum, Johann Conrad Schlaun Berufskolleg und Petrus-Damian-Schule) sowie Vertreterinnen und Vertreter des Vereins Zweite Heimat e.V. und des Jugendforums Warburg zum Bau und zur Gestaltung der Bänke. Alle ließen dabei ihre Talente und Fertigkeiten einfließen.

Schulübergreifendes Kennenlernen

Die Sekundarschule Warburg stellte Ihre Werkräume zur Verfügung, Tischlermeister Berthold Eggert gab fachkundige Tipps und leitete die Jugendlichen an. Während der gemeinsamen Arbeit entstanden jedoch nicht nur die farbenfrohen Bänke; die Jugendlichen hatten auch die Gelegenheit zu einem schulübergreifenden Kennenlernen und zum Austausch über die Bedeutung von Toleranz und Vielfalt.

Gestartet wurde mit einem Kennenlernspiel sowie der Vorstellung des Projektes und seiner Ziele. Die Jugendlichen erhielten einen ersten Einblick in die Bedeutung der Bänke als Symbole für Toleranz, Gemeinschaft und Vielfalt. „Die Vermittlung von Werten wie Toleranz und Vielfalt insbesondere für Jugendliche ist ein Kernmerkmal von Demokratiebildung. Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen. In Zukunft werden sie es sein, die Verantwortung übernehmen und unser demokratisches Gemeinwesen pflegen“, betont Dr. Alexander Akel, der für die Demokratieförderung in der Hansestadt Warburg zuständig ist.

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Aus einzelnen Fertigkeiten entsteht ein gemeinschaftliches Projekt

Gemeinsam mit Projektbetreuerin Katja Walther wurden dann erste Ideen gesammelt und ein grober Plan für die Gestaltung entwickelt. Nach dem Auswählen der Farben machten die Jugendlichen die ersten bunten Pinselstriche. Zum zweiten Termin war die Farbe getrocknet und es ging ans gemeinschaftliche Zusammenbauen. Jede und jeder der Jugendlichen trug dabei auf eigene Weise zum Gelingen der Bänke bei, sei es durch handwerkliches Geschick, künstlerische Gestaltung oder einfach durch motivierte Mitarbeit. Ein Highlight war der Besuch von Bürgermeister Tobias Scherf und Dr. Alexander Akel in den Werkräumen der Sekundarschule. Dabei schauten sie den Jugendlichen beim Bau und dem Bemalen der Bänke über die Schulter und kamen mit ihnen über die Symbolkraft der Bänke für die Förderung von Toleranz und Vielfalt im Gemeinwesen ins Gespräch.
„Es war sehr schön, mitzuerleben, wie engagiert sich die Jugendlichen am Gelingen dieses Projekts beteiligt haben“, freut sich Bürgermeister Tobias Scherf und unterstreicht die Botschaft der gestalteten Bänke. „Nur, wenn wir anderen offen gegenübertreten und uns selbst reflektieren, ist ein demokratisches, tolerantes und vielfältiges Miteinander möglich“, betont der Bürgermeister.

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Ein kreativer Workshop zum Abschluss

Zum Abschluss des Projektes setzten sich die Jugendlichen Ende November noch einmal vertiefend mit den Themen Toleranz und Vielfalt auseinander. Unter der Leitung von zwei Referentinnen des Dekanats Höxter entwickelten sie innerhalb eines Workshops kreative Ideen dafür, wie die Bänke nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Symbole für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft dienen – und wie sie den Zusammenhalt und die Gemeinschaft in Warburg fördern können.
„Denkbare Projekte sind z.B. ein ‚Talk on the bench‘, bei dem sich zwei Menschen, die sich vorher nicht kannten, kennenlernen oder ein ‚Picknick an der Bank‘, erklärt Dr. Alexander Akel. „Hier werden die innovativen Ideen der jungen Menschen zum Tragen kommen“, ist er sich sicher.

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Platz für Toleranz an Tourist-Information und Bittkreuz

Eine der beiden Bänke wird am Bittkreuz, die andere an der Neustädter Kirche aufgestellt. Erläuterungstafeln oberhalb auf der rechten Seite der Rückenlehne mit einem QR-Code geben Informationen zu Bedeutung und Hintergrund der bunten Sitzgelegenheiten in der Hansestadt Warburg.

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Hintergrund

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hansestadt Warburg, des Vereins für Völkerverständigung Warburg e.V. und der youngcaritas Warburg, die beim Sozialdienst katholischer Frauen Warburg e.V. als Projektträger verortet ist. Gefördert wird es von der Partnerschaft für Demokratie in Warburg (PfD Warburg) aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Seit 2016 baut die youngcaritas an verschiedenen Standorten Bänke für Toleranz. Das Projekt #PlatzfürToleranz hat sich zu einer deutschlandweiten Bewegung entwickelt. Insgesamt wurden bereits 142 beeindruckende Bänke geschaffen, allein 53 im Jahr 2022. Das Projekt hat auch über die Landesgrenzen hinaus Anklang gefunden, mit Aktionen in Luxemburg und Österreich. Inspiriert von erfolgreichen youngcaritas-Projekten in anderen Städten hat die youngcaritas Warburg diese Idee aufgegriffen.

Die Idee hinter den selbst gebauten Bänken ist nicht nur, Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern auch das aktive Zusammenleben zu fördern. Die Bänke laden dazu ein, Platz zu nehmen und sich in einem offenen Umfeld über Toleranz und Vielfalt auszutauschen.

Die Bänke für Toleranz stehen im gesamtgesellschaftlichen Kontext des Engagements junger Menschen für soziale Themen. Durch die Umsetzung des Projekts werden nicht nur positive Veränderungen vor Ort angestrebt, sondern auch ein Bewusstsein für Toleranz, Zusammenarbeit und soziale Verantwortung geschaffen.

Die Bänke dienen als symbolische Orte der Begegnung und des Austauschs, an denen Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen und gemeinsam an einer toleranten und inklusiven Gesellschaft arbeiten können.
Die Initiative trägt damit zur Stärkung von jungen Menschen bei. Indem junge Menschen aktiv an/in dem Projekt mitwirken, entwickeln sie nicht nur ihre persönlichen Fähigkeiten weiter, sondern tragen auch zur positiven Entwicklung der Gesellschaft bei. Weiterhin können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv am Bau der Bänke mitwirken und neue Kompetenzen und Interessen wie Kreativität, Teamkompetenzen oder handwerkliche Fähigkeiten entdecken und stärken.

Jede und jeder ist eingeladen, sich dem Projekt anzuschließen und es mit dem Hashtag #PlatzfürToleranz in den sozialen Medien zu teilen.

Stadtsilhouette

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