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Informationen für Unternehmer zum Thema Corona-Virus

Die Verbreitung des Corona-Virus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern sie bereitet auch zunehmend der Wirtschaft Sorgen. Auch Unternehmen in Nordrhein-Westfalen / Kreis Höxter sind mit unterbrochenen Lieferketten, verzögerten Zahlungen und sinkendem Konsum konfrontiert.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie stellen sich vermehrt die Fragen nach Hilfen für die Wirtschaft von Seiten des Staates. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter und der IHK Ostwestfalen stehen wir im engen Kontakt zu den Behörden des Bundes und Landes. Wir möchten Sie über die aktuellen und sehr dynamischen Entwicklungen im Bereich der Förderungen informieren:

NRW - Rettungsschirm

NRW - Rettungsschirm

Im Rahmen des Wirtschaftsgipfel der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen sichert die Landesregierung der Wirtschaft volle Unterstützung zu. Eine Krise unbekannten Ausmaßes verlangt Hilfe in bisher nicht dagewesener Höhe. Die ersten Informationen zum Rettungsschirm finden Sie inder Pressemitteilung sowie im Maßnahmenpaket in den folgenden verlinkungen. Über weitere Informationen zum Rettungsschirm werden wir Sie informieren, sobald die Informationen vom Land NRW bereitgestellt werden:

Pressemitteilung herunterladen
Maßnahmen Rettungsschirm herunterladen

Finanzielle Soforthilfe - Zuschüsse

Soforthilfe für freischaffende Künstler*innen

Für freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten sind, kann Soforthilfe beantragt werden.

Aktuelle Pressemitteilung: herunterladen

Antragsformular: herunterladen

Der Antrag inkl. Anlagen ist per E-Mail oder Fax bei Ihrer zuständigen Bezirksregierung (nach Wohnsitz) einzureichen.

RP Detmold: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 05231/711295

Soforthilfe für Kleinstunternehmen

Das Antragsformular und alle weiteren Informationen können voraussichtlich ab Freitag den 27.03.20, im Laufe des Tages, auf der Seite des Wirtschaftsministeriums des Landes NRW abgerufen werden.

Link: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Die Soforthilfe kann bis zum 31.05.2020 beantragt werden!

Servicehotline zur Beratung:
Die IHK Ostwestfalen bietet für Fragen zum Antragsverfahren eine Hotline an.

Die Hotline ist unter der Nummer 0521 554-450 erreichbar.
Ab Montag, 30. März, ist sie zu den üblichen Öffnungszeiten aktiv.

Liquiditätssicherung - Finanzierung

Liquiditätshilfen

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen stellt derzeit die folgenden Unterstützungsmöglichkeiten bereit. Weitere Maßnahmen, auch für Kleinstunternehmen, wurden angekündigt.

Informationen zu den unten angegebenen Hilfen finden Sie unter dem Link des Ministeriums

Link des Ministeriums: https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Finanzierung

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung. Beispielsweise hat die NRW.BANK die Bedingungen ihres Universalkredits attraktiver gestaltet und übernimmt nun bereits ab dem 1. Euro bis zu 80% (statt bisher 50%) des Risikos.

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Der Bürgschaftsrahmen wird massiv ausgeweitet – sowohl für das Landesbürgschaftsprogramm als auch für die Bürgschaftsbank NRW, sobald die EU-Kommission dies zulässt. Die Verbürgungsquote wird von 80 Prozent auf 90 Prozent erhöht, sobald die notwendigen europäischen Rahmenbedingungen in Kraft treten.

Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft (bis 250.000 Euro), beim Landesbürgschaftsprogramm wird eine Bearbeitung innerhalb einer Woche angestrebt. Auf den jeweiligen Internetseiten finden Sie weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit. Hier finden Sie weitere Informationen zum Mikromezzaninfonds.

Sollten Sie sich nicht sicher sein oder allgemeine Informationen benötigen, hilft Ihnen die landeseigene Förderbank NRW.BANK gerne weiter:

NRW.BANK-Service-Center: 0211 91741 4800

Die Förderberater der NRW.BANK informieren und beraten individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes. Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten.

Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte zudem zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden, denn die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch eine Hausbank.

Mit einer Soforthilfe in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Sie erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden. Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Sie unter https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner.

Zur konkreten Ausgestaltung einer finanziellen Unterstützung für die Weiterbildungslandschaft befindet sich das Ministerium für Kultur und Wissenschaft derzeit in Gesprächen innerhalb der Landesregierung und mit den Bezirksregierungen.

Liquiditätssicherung - steuerliche Maßnahmen

Steuerstundung für Unternehmen in finanziellen Notsituationen

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Um den durch die Corona-Krise Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen, hat das BMF dazu nun am 19. März 2020 entsprechende Verwaltungsanweisungen erlassen.

  1. Gewerbesteuerliche Maßnahmen

    Anpassung der Steuervorauszahlungen Nach § 19 Abs. 3 Satz 3 GewStG kann das Finanzamt bei Kenntnis veränderter Verhältnisse hinsichtlich des Gewerbeertrags für den laufenden Erhebungszeitraum die Anpassung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen veranlassen. Vor diesem Hintergrund können nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen stellen. Anträge können dabei nicht abgelehnt werden, nur weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Nimmt das Finanzamt eine entsprechende Anpassung des Grundlagenbescheides vor, so ist die entsprechende Gemeinde bei der Veranlagung der Gewerbesteuer daran gebunden.

  2. Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen, Anpassung der Steuervorauszahlungen

    Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen (d.h. auch vor dem 19. März 2020) oder fällig werdenden Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden, sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen-und Körperschaftsteuer stellen. Auch hier gilt, dass diese Anträge nicht deshalb abzulehnen sind, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.

Bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern soll bis zum 31. Dezember 2020 von Vollstreckungsmaßnahmen abgesehen werden. In den betreffenden Fällen sind die im Zeitraum ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Schreibens (19.März 2020) bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern zum 31. Dezember 2020 zu erlassen.

Die Finanzverwaltung NRW stellt bereits das Antragsformular "Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus" zum Download bereit. Damit kann der Antrag auf zinslose Stundung und die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer) bzw. des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen gestellt werden. Steuerformular hier herunterladen

Fazit: Die Erlasse des BMF bieten eine wesentliche Grundlage für ein länderübergreifendes Vorgehen. Fraglich bleibt jedoch, inwieweit die lokalen Finanzbehörden dabei tatsächlich von Ihrem bestehendem Ermessen, "zinslos" zu stunden, Gebrauch machen werden. Auch lokale Steuerämter "müssen" danach nicht zinslos stunden, so dass die steuerlichen Stundungsmöglichkeiten teilweise unterschiedlich in den Kommunen ausfallen können.

  1. PK der Landesregierung

    Neben des o.g. Bundesmaßnahmen wird das Land NRW noch eine Erleichterung bei der Umsatzsteuer im Rahmen der Fristverlängerung einführen. Danach werden die Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmen auf Null gesetzt.

Steuerformular hier herunterladen
Informationen der IHK Ostwestfalen: https://www.ostwestfalen.ihk.de/hinweise-zum-coronavirus/

Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus

Ansprechpartner:

Daniel Beermann, TEL. 05251-155919 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tobias Kaufmann, TEL. 05251 - 155943 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Claudia Auinger, TEL. 05251 - 155912 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Entschädigung für Personalkosten bei von Quarantäne betroffenen Beschäftigten

Sollte wegen des Corona-Virus für Beschäftigte eine Quarantäne angeordnet worden sein, können Arbeitgeber für Arbeitnehmer bzw. Selbständige eine Entschädigung des Verdienstausfalls beantragen. Zuständig in Nordrhein-Westfalen ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe (Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster).

Kein Verdienstausfall wird gewährt wegen Umsatzeinbußen infolge von Betriebs- und Schulschließungen oder Absagen von Veranstaltungen.

Kontakt zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Herr Tölle: 0251 591-8218
Frau Volks: 0251 591-8411
Herr Konopka: 0251 591-813

Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich.

Ein aufgrund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich.

Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent oder die je nach Fall vollständige oder teilweise Erstattung der von den Arbeitgebern allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung für die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten.

Die Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März in Kraft treten und auch rückwirkend ausgezahlt. Diese Anpassung des Kurzarbeitergeldes ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Informationen zum Kurzarbeitergeld:

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH
Frau Tatjana Disse
Rufnummer 0 52 71/97 43 15
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.gfwhoexter.de



Lokale Ansprechpartner:


Wirtschaftsförderung Hansestadt Warburg
Herr Sören Spönlein - 05641 92 302

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH
Frau Tatjana Disse - Rufnummer 0 52 71/97 43 15
www.gfwhoexter.de

IHK Ostwestfalen
Daniel Beermann, TEL. 05251-155919 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tobias Kaufmann, TEL. 05251 - 155943 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Claudia Auinger, TEL. 05251 - 155912 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.ostwestfalen.ihk.de/hinweise-zum-coronavirus/




 

Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing Hansestadt Warburg

Ansprechpartner
B.A. Sören Spönlein
Wirtschaftsförderung
Bahnhofstraße 28
34414 Warburg
Tel.: 05641 92-302
Fax: 05641 92-305
s.spoenlein@warburg.de

IHK

Stedener Feld 14
33104 Paderborn
Tel.: 05251 1559-0

www.ostwestfalen.ihk.de
info@ostwestfalen.ihk.de

GFW

Corveyer Allee 7
37671 Höxter
Tel.: 05271 9743 0

www.gfwhoexter.de
info@gfwhoexter.de

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