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Geschichtlicher Hintergrund – Zeitstrahl des Diemelwasserverband Warburg

1852: erste bekannte behördlich Besichtigung der Diemel
ab 1870 ersten Regulierungen zur Verbesserung des Abflussverhaltens (Reduzierung der Laufstrecke um ca. 7,0 km)
anschließend Bildung von Genossenschaften zur Erfüllung der Unterhaltungspflicht
1890 und 1909: Katastrophenhochwässer im Verbandsgebiet
1914:  Preußische Minister für Landwirtschaft ordnet die Erstellung von Unterlagen zur Bildung eines Wasserverbandes an
1928 –1930: Regulierung der Diemel im Bereich der Altstadt Warburg
1932: Einleitung eines Gründungsverfahrens (Vorgesehene Mitglieder lehnen ab)
1946 und 1947: Katastrophenhochwasser
Feb. 1947: Mitglieder signalisieren Bereitschaft zur Gründung eines Verbandes
1948: erneutes schädliches Hochwasser
1951: Gründung des Diemelwasserverbands (04. Oktober 1951)
1964: größtes bekanntes Hochwasser mit einer Schadenssumme von 11,4 Mio. DM
ab 1965 Aufstellung eines Hochwasserschutzentwurfes für das gesamte Einzugsgebiet der Diemel durch den RP Kassel (Ing.-Büro Kalweit, Koblenz); Ausbau der Hochwasserschutzanlagen in Warburg und Rimbeck; Bau des Twistesee bei Wetterburg; der Diemelwasserverband Warburg wird Verfahrensträger der Hochwasserschutzmaßnahmen und übernimmt die Unterhaltungsverpflichtung an der Diemel
1997: Konzept zur naturnahen Entwicklung der Diemel durch Büro für Landschaftsökologie AVENA. Zur konkreten Konzeptumsetzung zählen u.a. die folgenden Fischaufstiegsanlagen
1999: Fischaufstiegsanlage(FAA) Wasserkraft Lödige
2000: Förderung zur Anlage eines Uferrandstreifens
2003: Einleitung des Bodenordnungsverfahrens Diemelaue I, welches durch die Bezirksregierung Detmold, Dez. 33 für den Verband durchgeführt wird
2003: Fischaufstiegsanlage Wehr Holtey Westheim
2004: Fischaufstiegsanlage Wasserkraftwerk Warburg
2009: Fischaufstiegsanlage am Krafthaus der Diemelmühle
2010: Fischaufstiegsanlage E-Werk Rimbeck
2011: Fischaufstiegsanlage Kliftmühle
2011: Fischaufstiegsanlage Pfennigsmühle
2014: Fischaufstiegsanlage Brauerei Kohlschein
2015: Fischaufstiegsanlage Bastianshof Besse, Scherfede
2015: Beginn des Abstimmungsprozesses für ein weiteres Bodenordnungsverfahren „Diemelaue II“ ebenfalls unter Mithilfe der Bezirksregierung Detmold; Dez. 33
2016: Die Verbandsversammlung beauftragt in der Sitzung am 29.11.2016 den Verbandsvorsteher, auf Basis des wirtschaftlichsten Angebots die Genehmigungsplanung zur Renaturierung des Strahlursprungs Nr. 254 an der Diemel zu vergeben.
2018: Erstellung des Verwendungsnachweises "Diemelaue I"

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Die geschichtliche Entwicklung des Diemelwasserverbands Warburg im Detail:

Der Verband ist am 04. Oktober 1951 gegründet worden, mit der Hauptaufgabe, in seinem Verbandsgebiet, d.h., auf der Strecke von Westheim bis Dalheim die Diemel in ordnungsmäßigem Zustand zu erhalten und den Wasserabfluss zu regeln.

Im Jahr 1976 wurde im Rahmen einer Feier ein Rückblick auf die Verhältnisse vor der Gründung und ein Ausblick auf die Zukunft genommen. Die nun folgenden Ausführungen sind einem Beitrag zu der Feierlichkeit entnommen worden:

Die Unterhaltung der Diemel, d.h., ihre Sohle und Ufer in einem ordnungsmäßigen Zustand zu erhalten und die Regelung des Hochwasserabflusses ist eine äußerst schwierige Aufgabe, mit der sich vergangene Generationen zwar schon intensiv beschäftigt haben, über die Lösung für einzelne kleinere Teilstrecken hinaus zu einer planvollen Gesamtlösung war man aber nicht gekommen. Für das richtige Verständnis des Problems ist ein allgemeiner Überblick über die morphologischen, geologischen und wasserwirtschaftlichen Verhältnisse wohl nicht zu entbehren.

Die Diemel entspringt im Waldecker Upland, südlich von Usseln in der Höhe rd. 680 m KN und mündet nach einer Laufstrecke von rd. 100 km auf Höhe 90 m NN bei Karlshafen in die Weser. Das ergibt für den ganzen Flusslauf i. M. ein Gefalle von rd. 5>8 %o (5>8 m/km). Im Bereich des Verbandes nimmt das für Fließgeschwindigkeit, Ufereingriffe und Geschiebeführung entscheidende Flussgefälle von Wrexen bis Warburg von rd. 4 %o auf rd. 2 /00 ab.

Unterhalb Marburgs ist nur noch ein Gefalle von 1,4 %o vorhanden. Das Gelände, vor allem im oberen und seitlichen Einzugsgebiet, ist stark kupiert mit dichten Böden, so dass der Niederschlag schnell der Diemel zugeführt wird. Das Diemeltal selbst ist unter einer schwachen bindigen Schicht mit wenig tongleichen Schottern und Kiesen angefüllt, in die das Flussbett z. T. tief eingeschnitten ist. Dieses Material wird natürlich bei größeren Wassergeschwindigkeiten leicht weggespült, wenn es nicht ausreichend durch Uferbefestigungen geschützt wird und führt zu Ablagerungen im Flussbett, die den ruhigen Abfluss des Wassers stören, Auskolkungen der Sohle bewirken, oder die Strömung auf gefährdete Uferstrecken - vorwiegend im Außenbogen lenken - hier Zerstörungen und Absperrungen, hervorrufen, die wiederum an anderer Stelle die gleichen Schäden verursachen. In der Vergangenheit haben diese Vorgänge an. zahlreichen Stellen zu erheblichen Verlagerungen des Wasserlaufes geführt und der Fluss hat sich in großen Schleifen seinen Weg gefressen, wie sie auch heute noch unterhalb Warburgs zu deutlich zu sehen sind. Bei großen Hochwässern werden dann auch überschwemmte Nutzflächen überschottert und in den Erträgen gemindert. Wir werden im Folgenden sehen, welche Ausmaße dies in der Vergangenheit angenommen hat.

Bei dieser Betrachtung drängt sich die Frage auf, ob die Generationen vor uns diesem Problem völlig gleichgültig gegenüberstanden, oder was sie dagegen unternommen haben. Aus den Akten des Wasserwirtschaftsamt es Minden – heute Staatliches Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft (StAWA) ist zu entnehmen, das wohl erst in der Mitte des vorigen Jahrhunderts planmäßige Maßnahmen zur besseren Beherrschung der Abflussverhältnisse durchgeführt worden sind. Die Uferanlieger, die nach geltendem Recht für ihre Uferstrecken allein unterhaltungspflichtig waren, mussten sehen, wie sie mit dem Problem fertig wurden. Oft werden sie kapituliert haben, da der einzelne hier machtlos ist bzw. seine Aufwendungen auf Dauer in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.

Im Jahre 1852 fand wohl die erste behördliche Besichtigung der Diemel durch den zuständigen Wasserbauinspektor Wurfbain gemeinsam mit Vertretern der Regierungen in Arnsberg und Minden statt, zur Vorbereitung eines Entwurfs für die Diemelstrecke von Niedermarsberg bis Warburg. Der Entwurf ist nicht mehr vorhanden, aber aus dem Briefbericht des technischen Beamten bei der Regierung Minden geht hervor, dass die Verhältnisse katastrophal gewesen sein müssen. Es heißt darin u. a.: "Von dem Einfluss der Hoppeke an gewinnt das Diemeltal zwischen Stadtberge (Niedermarsberg) und Wrexen eine erhebliche Breite und die' Zerstörungen zeigen sich in sehr erweitertem Umfang. Von hier aus tritt die Notwendigkeit einer sorgfältigen Regulierung und Unterhaltung der Ufer in Verbindung mit einer angemessenen Verkürzung des Stromlaufes umso dringender hervor, als das ganze Tal mit den darin gelegenen, wertvollen Wiesen und Ackergrundstücken der vollständigen Verwüstung preisgegeben würde, falls nicht dein Strom ein bestimmtes Bett angewiesen und dies dem Bedürfnis entsprechend reguliert würde."

Die hiesigen Verhältnisse lagen nach dem Bericht für lange Talstrecken bis Warburg vor, insbesondere in den Gemeinden Rimbeck, Ossendorf und Germete. Außerdem waren, die meisten Wehren und Brücken zu beanstanden. Wurfbain entwickelte in seinem Entwurf Regelprofile, abhängig von der Einschnittstiefe des Flusses, als Trapezprofile und Doppelprofile mit Böschungen und der talabwärts wachsenden Abflussmenge, entsprechend verbreiterter Sohle. Mit diesen Abflussquerschnitten wollte er bei gestärkter Linienführung einen, ruhigen Abfluss sichern. Größere Hochwässer mussten natürlich ausufern.

Nach diesen Grundsätzen wurde in den 60èr Jahren des vorigen Jahrhunderts der Fluss in verschiedenen Teilstrecken im Zuge von Verkoppelungen (heute Flurbereinigungen) auch reguliert. Angeführt sind hierzu insbesondere die Gemarkungen Westheim, Rimbeck, Ossendorf und Germete. In der Gemarkung Rimbeck, wo durch häufige und starke Verlagerungen des Flusslaufes besonders große Flächen verwüstet waren, wurde die Linienführung des Flusses durch buhnenartige Steinwälle festgelegt, deren Reste z. T. noch vorhanden sind.

Zur Rekultivierung wurden in den Zwischenräumen meist Weidenpflanzungen angelegt, die bei Überschwemmungen eine verstärkte Ablagerung der fruchtbaren Sinkstoffe bestärkten und erreichten. In den Gemarkungen Ossendorf und Germete wurde die Diemel ebenfalls sehr stark begradigt. Diese Ausbaumaßnahmen haben sich grundsätzlich bewährt. Bei größeren, insbesondere Katastrophenhochwässern wurden jedoch immer wieder größere Schäden durch Uferabbrüche und Uferabschwemmungen verursacht. Durch diese Regulierungen, wurde die Laufstrecke von Niedermarsberg bis Warburg insgesamt um rd. 7 km = 18 von rd. 37 km auf die heutige Länge von rd. 30 km verkürzt.

Zur Unterhaltung der ausgebauten Strecken wurden in den Gemeinden Westheim, Ossendorf und Germete die Anlieger zu Genossenschaften zusammengeschlossen. In Rimbeck übernahm die Gemeinde die verwüsteten Flächen und damit auch als Anlieger die Unterhaltung des Wasserlaufes. Im Übrigen blieb es bei der gesetzlichen Regelung der Unterhaltungspflicht durch die Anlieger, deren Leistungsfähigkeit als Einzelanlieger bei einem Wasserlauf bei dem Charakter und der Größe der Diemel weit überfordert war. Katastrophenhochwässer wie 1890 und 1909» bei denen viele ha Land abgespült und verwüstet wurden, rüttelten die Anlieger und Verwaltungen zwar auf, Grundlegendes geschah aber erst nach 1914, nachdem der preußische Minister für Landwirtschaft die Verwaltungen für die Bildung eines Unterhaltungsverbandes anordnete. Das Kulturbauamt in Minden erstellte die Unterlagen für die Bildung eines Wasserverbandes durch Zusammenschluss der Unterhaltungspflichtigen. Uferanlieger und Vorteilhabenden im Überschwemmungsgebiet, zu dem auch die Besitzer gewerblicher Anlagen an der Diemel zugezogen, werden sollten. Ein Versuch, die kommunalen Gebietskörperschaften für den Verband zu gewinnen, war fehlgeschlagen.

Erfasst wurden durch den Verband einschließlich eines geringen Anteils im vormals waldeck`schen Gebiet rd. 950 ha für die bei jährlichen Kosten von rd. 55 RM eine Belastung von rd. 58 RM/ha errechnet wurde. Nach langen Verhandlungen wurde im Jahre 1932 das Gründungsverfahren eingeleitet. Im Anhörungstermin lehnten die vorgesehenen Mitglieder jedoch die Gründung einstimmig ab. Damit war die Bildung eines Verbandes aus dem Gespräch, bis das Katastrophenhochwasser im Februar 1946 und die erheblichen Hochwässer in 1947 das Gebiet wachrüttelten. Die betroffenen Gemeinden und Kreise wandten sich an den Regierungspräsidenten als obere Wasserbehörde, mit der Bitte um Hilfe bei der Beseitigung dieser enormen Schäden, die sinnvoll nur durch Zusammenfassung aller Kräfte und mit erheblicher Hilfe des Landes durchgeführt werden konnten.

Im Februar 1947 fand auf Einladung und unter Beteiligung des Regierungspräsidenten Drake eine Bereisung der Diemel von Niedermarsberg bis Warburg statt, an der die beteiligten Oberkreisdirektoren, Amtsdirektoren und Bürgermeister teilnahmen. Unter dem Eindruck dieser Besichtigung stimmten alle kommunalen Vertreter der vom Regierungspräsidenten vorgeschlagenen Gründung eines Unterhaltungsverbandes aus den kommunalen Gebietskörperschaften zu. Sie erklärten sich bereit, in ihren Gremien auf ihren. Beitritt hinzuwirken und baten den Regierungspräsidenten, die Gründung zu betreiben. Unabhängig von dem Zeitpunkt der Gründung selbst erklärte sich der Regierungspräsident bereit, die zur dringenden Beseitigung der Hochwasserschäden erforderlichen Sofortmaßnahmen mit Beihilfen zu bezuschussen. Das Amt Warburg sollte als vorläufiger Träger dieser Maßnahme auftreten.

Diese Besprechung wirkte sich sehr produktiv aus. Die Gemeinden stellten im Vertrauen auf die allgemeine Verbesserung der Situation durch die Gründung eines Verbandes zügig die erforderlichen Mittel bereit und unter der technischen Leitung und Organisation des Kulturbaumeisters Große von der Außenstelle Warburg des Wasserwirtschaftsamtes Minden wurden die Arbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden und zur, Sicherung des Flusslaufes sehr energisch und in großer Breite aufgenommen. Die Gemeinden und später der Verband standen einer riesigen Aufgabe gegenüber, denn das Hochwasser in 1946 und 3 weitere in 1947 und 1948, die in z. T. noch vorhandene Schadstellen eingriffen, wurden von Westheim bis Dalheim insgesamt rd. 15 km ~ 28 % der gesamten Uferlängen wundgerissen und dabei 40 ha Land in einer Mächtigkeit in 1,5 bis 2 m abgeschwemmt,17 ha Kulturland überschottert, 3 Brücken u. 5 Wehren ganz, oder teilw. zerstört.

Die durch Uferabbrüche und Landverlust abgespülten Bodenmassen, die sich zum größten Teil im Flussbett oder auf überschwemmten Flächen unterhalb der Schadstellen wieder ablagerten, wurden auf 150.000 - 200.000 m³ geschätzt. Einzelheiten auch über Überschwemmungen in Siedlungsgebieten sind aus nachstehender gemeindeweiser aufgeteilter Aufstellung zu ersehen.

Hochwasserschäden 1946 bis 1948 im Bereich des Diemelwasserverbands


1. Gemarkung Westheim
2.290 lfd. m. Uferabbruch, 15 Morgen Kulturland Verlust, 1 Diemelbrücke unterspült, Fl. 30 cm abgesenkt, 1 massives Diemelwehr - Holtey - zerstört

2. Gemarkung Orpethal
2.500 lfd. m. Uferabbrüche (hohes Steilufer am Kuckuk) Flussbettverlagerung bis 50 m, 6 Morgen. Kulturlandverlust, 1 Diemelbrücke bei Billinghausen unterspült, dadurch einseitig abgesenkt, 1 Diemelwehr - Billinghauser Blockwehr – völlig zerstört

3. Gemarkung Wrexen
1.750 lfd. m. Uferabbrüche, 13 Morgen Kulturlandverlust, 2 Morgen Kulturlandverlust durch Flutgewinn,
30 Morgen Kies- und Geröllablagerung, die untere Ortslage war überschwemmt,

4. Gemarkung Scherfede
1.660 lfd. m. Uferabbrüche, 20 Morgen Kulturlandverlust, 2 Diemelufer zerstört, 1 Diemelufer teilweise zerstört, Industriegelände überschwemmt,

5. Gemarkung Rimbeck
1.600 lfd. m. Uferabbrüche, 19 Morgen Kulturlandverlust, Flussbett Verlagerung am Dannenbaum`schen Diemelwehr - 5 Kraftstauanlagen zeitweise ohne Triebwasser - E-Werk Rimbeck gefährdet durch großen Uferabbruch, 1 Diemelbrücke zerstört,

6. Gemarkung 0ssendorf
2.400 lfd. m. Uferabbrüche, 38 Morgen Kulturlandverlust, 24 Morgen Kies- und Geröllablagerung, Flussbrücke zerstört, Einzelgehöft überschwemmt,

7. Gemarkung Germete
2.000 lfd. m. Uferabbrüche, 24 Morgen Kies- und Geröllablagerung, Deichbrüche im Wasserverband Germete, 1 Deichschleuse zerstört, die untere Ortslage war überschwemmt, große Kiesablagerungen im Diemelbett unterhalb Germeter Brücke,

8. Gemarkung Warburg
1.500 lfd. m. Uferabbräche, Flussbett der Diemel oberhalb Walzenwehr bis Stauzielhöhe mit Kies verlandet (Dezember 1947), Kiesfang unterhalb Walzenwehr verlandet (40.000 - 50.000 cbm), Diemel oberhalb des Wehres Kiesablagerungen auch unterhalb Warburgs bei der Bahnbrücke, die Altstadt stand 1946 unter Wasser,

9. Gemarkung Dalheim
Uferabbrüche in geringem Umfang, Verkiesung und Verschlammung des Flussbettes, große Abflusshindernisse durch Bäume im Flussbett, 1 Diemelbrücke zerstört, das Gut Dalheim stand 1946 unter Wasser.

Bei der Beseitigung der Hochwasserschäden wurden, ohne dies im Einzelnen zu wissen, in vielen Punkten die gleichen technischen Grundsätze angewendet, wie sie Wurfbain vor 100 Jahren aufgestellt hat. Böschungen nicht steiler als 1 : 3, bei Flächeneinschnitten Doppelprofile, sonst Trapezprofile. Da schnell gearbeitet werden musste und langwierige Grundstücksverhandlungen für Verbesserungen in der Linienführung zu untragbaren Verzögerungen geführt hätten, musste im Wesentlichen, die alte Linienführung beibehalten werden, auch da, wo statt der langen, geraden Strecken aus den früheren Regulierungen eine geschwungenere Führung des Wasserlaufes erwünscht war.

Dafür wurden Ufer und Sohle stark befestigt. Allgemein wurde der Böschungsfuß mit schwerer Steinschüttung versehen und scharfen Krümmungen, die z. T. auch erhebliche Kolkungen hatten. Es wurden Sinkstücke und Drahtschotterwalzen eingebaut, in späteren Jahren auch Betongitterplatten, die untereinander verbunden und mit Pfählen befestigt wurden. Das schwierigste technische Problem war die Sicherung der Sohle in den Strecken mit dem stärkeren Gefalle zwischen 4,0 und 3,5 %.

Bei größerem Hochwasser und dabei erhöhter Geschwindigkeit und Schleppkraft des Flusses wurde immer wieder an vielen Stellen die Sohle ausgekolkt und die Böschungsfüße unterspült, so dass die Ufer einbrachen und ausgespült wurden. Nach dem Vorschlag des Kulturbaumeisters Große wurden zur Sicherung der Sohle in den besonders gefährdeten Strecken - insgesamt rd. 7 km - von Westheim bis Germete in Abständen von jeweils 50 in Sohlgurte eingebaut, die zugleich als kleine Sohlabstürze wirken. Der Absturz selbst wird durch querliegende Baumstämme gebildet. Oberhalb ist die Sohle durch Steinpflaster gesichert, unterhalb schließt sich ein ebenfalls durch Rauhpflaster geschütztes kleines Becken an, das nach unten durch einen Baumstamm abgeschlossen und gesichert wird. Durch Brechung des Flussgefälles wurde die Oberkante des Absturzes niveaugleich mit den Abschlussblöcken des oberhalb gelegenen Sohlgurtes angeordnet. Diese Sohl-Sicherung hat sich auch bei großem Hochwasser durchaus bewährt. Bei der Verfüllung der Kolke und der Herstellung der Vorländer stand nur loser Schotter zur Verfügung.

Diese Flächen wurden mit Korbweiden bepflanzt, die auch in diesem Boden gut anwuchsen. Sie bewirkten auch eine schnelle Ablagerung der Sinkstoffe und konnten längere Zeit auch als Korbweiden verkauft werden, bis der Kunststoff die Weidenkörbe vom Markt verdrängte.

 

Gründung des Diemelwasserverbands Warburg

Während die Arbeiten an der Diemel zügig fortschritten, gingen die Verhandlungen um die Bildung des Verbandes zunächst nur langsam voran, da man in rechtlicher Hinsicht z. T. Neuland betrat. Es war allen Beteiligten nach den gemachten Erfahrungen klar, dass mit den Voraussetzungen der Wasserverbandsverordnung, dem Vorteilsprinzip für das Überschwemmungsgebiet und der Unterhaltungspflicht der Anlieger hier, wenn überhaupt, nur sehr behutsam gearbeitet werden konnte. Andererseits glaubten einzelne Gemeinden, auf eine Beteiligung der rechtlich verpflichteten Uferanlieger an den Kosten nicht verzichten zu können.

Man fand schließlich die gemeinsame Linie darin, dass:

  1. nur die Gemeinden und Kreise als beitragspflichtige Mitglieder des Verbandes herangezogen werden, wobei die Gemeinden einen angemessenen Anteil der Kosten aufgrund des Kommunalabgabengesetzes von den rechtlich verpflichteten Anliegern wieder einziehen konnten. Die Besitzer wasserwirtschaftlicher Anlagen werden als beitragsfreie Mitglieder zum Verband gezogen, damit der Verband Einfluss nehmen kann auf einwandfreie Unterhaltung und Betrieb. Unterhaltungspflichtig bleiben allein die Besitzer dieser Anlagen.
  1. Die Aufgabe des Verbandes umfasst alle wasserwirtschaftlichen Maßnahmen an der Diemel, d. h., er kann die Durchführung aller Maßnahmen, die die Sicherung des normalen Abflusses und den Schutz gegen Hochwasser bezwecken, durchführen. Verpflichtet ist der Verband nur für die Arbeiten an der Diemel selbst und hat die Kosten aus seinen Beiträgen aufzubringen. Arbeiten zum Schutz gegen Hochwasser, insbesondere für Siedlungsgebiete (Sondermaßnahmen) kann und soll er übernehmen, unter entsprechender Beteiligung oder voller Finanzierung durch die Vorteilhabenden.
  2. Die dem Verband entstehenden Kosten werden zunächst nach einem Schlüssel dem Uferlangen, Einwohnerzahl und Grundsteuermessbetrag zugrunde liegen, nach den einzelnen Gemeinden, aufgeteilt. Von dem so ermittelten Betrag zahlen die Gemeinden jeweils 2/3 und die Kreise 1/3. Die Gemeinden können, wie erwähnt, ihrerseits einen Anteil ihres Beitrags von den rechtlich Verpflichteten wieder einziehen (hiervon wurde später nur sehr beschränkt Gebrauch gemacht). Dieser Lösung lag bereits die später im neuen Wassergesetz eingeführte Regelung zugrunde, dass neben den Anliegern auch das Vorteilsgebiet, hier die Gemeinde und das Einzugsgebiet, hier Kreis, sich an der Unterhaltung größerer Wasserläufe beteiligen müssen.

Diese Grundsätze, die eine einfache Organisation und für alle tragbare Belastungen sicherstellen, wurden von den Beteiligten anerkannt. In den Anhörungsterminen am 18. und 21.9-1951 stimmten die vorgesehenen Mitglieder aus Nordrhein Westfalen der Bildung des Wasserverbandes einstimmig zu, der dann am 4. Oktober 1951 durch Erlass der Satzung durch den Regierungspräsidenten rechtskräftig gegründet wurde. Nach längeren Verhandlungen mit den hiesigen Dienststellen wurde mit Genehmigung des Landes Hessen der Verband am 14.2.1953 auch auf die Lauf- und Uferstrecken der Diemel in den hessischen Gemeinden Wrexen und Orpethal erweitert und diese Gemeinden sowie der Kreis Waldeck zu dem Verbund gezogen.



Seit dieser Zeit arbeitete der Verband einwandfrei. Durch die kommunale Neugliederung im beteiligten Gebiet hat sich die Zusammensetzung der Mitglieder geändert. Statt der Kreise Büren, Warburg und Korbach sind heute die Kreise Höxter, Hochsauerland und Waldeck Frankenberg Mitglieder des Vorbandes und die neuen Gemeinden an der Diemel sind in den 3 Städten Marsberg, Diemelstadt und Warburg aufgegangen. Die übrigen Mitglieder, die vormals beitragsfreien Besitzer von wasserwirtschaftlichen Anlagen, sind unverändert geblieben. Abgesehen von redaktionellen Anpassungen an die Neuerungen und Rechtsverhältnisse gelten für den Verband die gleichen Vorschriften wie bei seiner Gründung, mit der einzigen Ausnahme, dass auch die Stauwerkbesitzer und die Einleiter von Abwässern nach neuem geltenden Recht zu Beiträgen herangezogen werden und insoweit auch stimmberechtigt geworden sind.

In den 25 Jahren seines Bestehens (1976) hat der Verband 10 größere Hochwässer in der Diemel verkraften müssen.

Darunter das Katastrophenhochwasser am 16.7.1965 bei dem im Bereich des Verbandes, vor allem in Wrexen, Germete und Warburg, an den Verbandsanlagen erhebliche Schäden entstanden. Darüber hinaus wurden in den Ortslagen Wrexen und Germete die tief erliegenden Wohngebiete und in Warburg fast die ganze Altstadt überschwemmt. In Scherfede wurde das Industriegebiet, insbesondere das Werk der Firma Lödige völlig überflutet und große Zerstörungen hervorgerufen. Die Schäden für den Verband wurden auf über 2.000.000,-- DM veranschlagt.

Der Verband hat diese Schäden mit Beihilfen der Länder Nordrhein Westfalen und Hessen von 90 % der Kosten im Wesentlichen beseitigt. Es steht noch aus die Erweiterung des Dannenbaum`schen Wehres in Scherfede, in Verbindung mit der Schaffung eines Hochwasserschutzes für das neue Industriegelände Scherfede mit dem Werk Lödige. In Germete hat der Verband durch Errichtung eines Hochwasserschutzdeiches den tieferliegenden Ortsteil hochwasserfrei gemacht. In Warburg übernahm er die Trägerschaft für den neuen Hochwasserschutzdeich, der die gesamte Altstadt schützt und Gelände für öffentliche Belange, wie Sportanlagen usw., hochwasserfrei gemacht hat.

Fazit:

Wenn die Notwendigkeit der Existenz des Verbandes nicht schon früher erkannt worden wäre, so hat gerade das Katastrophenhochwasser 1945 - das höchste bisher bekannte Hochwasser - seine Existenzberechtigung bewiesen. Ohne die regelmäßige und planmäßige Unterhaltung und Pflege durch den Verband würden die Schäden am Wasserlauf und im Überschwemmungsgebiet wohl ein Vielfaches betragen, haben. Bei einer nüchternen Betrachtung der Verhältnisse an der Diemel ist bei aller Anerkennung des Geleisteten doch festzustellen, dass für den Verband mit seiner Teilstrecke von über 30 km im gesamten  Gewässernetz auf Dauer keine Sicherheit gegen die immer häufiger auftretenden Hochwasser gegeben ist und in seinem Bereich auch nicht geschaffen werden kann. Hilfe kann nur durch Maßnahmen außerhalb, d. h., im oberen und seitlichen Einzugsgebiet erwartet werden.

Der Regierungspräsident in Kassel hat durch das Ingenieurbüro Dr. H. Kaiweit, Koblenz, einen Entwurf für die Regelung der Abflussverhältnisse im gesamten Niederschlagsgebiet der Diemel erstellen lassen, der den Bau zahlreicher  Hochwasserrückhaltebecken vorsieht. Das größte und für den Verband wohl wirksamste Becken ist im Raum Giershagen oberhalb Niedermarsberg geplant und würde auch die großen  Hochwasserabflüsse um mindestens 10 % reduzieren, kleinere noch stärker. Es ist zu begrüßen, dass mit dem oberhalb gelegenen Wasserverband für die Diemel und Hoppelte bereits Verbindung aufgenommen wurde, mit dem Ziel, den Bau dieses Rückhaltebeckens zu ermöglichen, an dem auch der gesamte Diemellauf bis Karlshafen interessiert sein muss. Abschließend ist festzustellen, der Diemelwasserverband hat von seiner Gründung an eine Form und Organisation, die der späteren Entwicklung im Wasserrecht voll den heutigen Vorschriften in zweckmäßiger Form entspricht. Er hat zweckmäßig, wirtschaftlich und erfolgreich gearbeitet. Eine weitsichtige Zusammenarbeit mit den anderen, im Einzugsgebiet der Diemel bestehenden Verbänden mit überörtlichen Aufgaben ist erforderlich und eingeleitet und sollte bald zu einem positiven Ergebnis führen.

 

Niederschrift über die Gründungsversammlung des Diemelwasserverbands:

Warburg, den 18.9.1951

Von den Gemeinden und Stauwerkebesitzern waren erschienen:

1) Für die Stadt Warburg: Stadtdirektor Gerke
2) Gemeinde Westheim: Bürgermeister Garbes
3) Scherfede: Schnückel und Beigeordneter Besse
4) Rimbeck: Bürgermeister Rieland
5) Ossendorf: kein Vertreter
6) Germete: Bürgermeister Nolte
7) Dalheim: Bürgermeister Drescher
8) Für die Stauwerksbesitzer: Dr. Pauly und Dr. Bering auf Grund einer Vertretungsvollmacht.

Oberregierungs- u.-baurat Hess eröffnete die Versammlung und stellte fest, dass die Veröffentlichungen und Auslegung der Gründungsunterlagen vorschriftsmäßig erfolgt sind. Von den Vertretern der Stauwerksbesitzer wurde bemängelt, dass das Stauwehr in der Diemel unterhalb des Kukuk, Gemarkung, Westheim und Orpethal nicht erfasst sei.

Sodann wurden vom Versammlungsleiter die Grundzüge des Entwurfs für die Bildung des Diemelwasserverbands dargelegt. Es wurde darauf hingewiesen, dass aus rechtlichen Gründen zunächst nur die beteiligten Kreise und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen geladen worden sind, um den Verband zu bilden. Später sollen Verhandlungen mit den beteiligten Kreisen und Gemeinden des Landes Hessens geführt werden, um den Verband auch auf diese Strecke der Diemel auszudehnen.

Es wurde darauf die Satzung durchgesprochen und nähere Ausführungen über die Mitgliedschaft und Beitragshöhe gegeben. Auf Grund dieser Ausführungen bitten die Vertreter der Stauwerksbesitzer um eine Besprechung mit den übrigen Stauwerksbesitzern im Beisein von Oberregierungs- und -baurat Heß, damit der von diesen gefasste Beschluss, gegen die Bildung des Diemelwasserverbands zu stimmen, revidiert würde und bitten daher um Vertagung der Gründungsversammlung. Die Vertagung wurde abgelehnt, eine Besprechung mit den Stauwerksbesitzern für Freitag, den 21.September jedoch in Aussicht genommen.

Auf Antrag von D. Bering wurde § 2, Abs.2 der Satzung wie folgt geändert:

"Die Aufnahme weiterer Kreise, Gemeinden und Eigentümer von wasserwirtschaftlichen Anlagen in und an der Diemel und ihren Zuflüssen ist vorgesehen." und § 7 Satz 1 wird wie folgt geändert:

Die Besitzer der zum Verband gehörenden und an einem Wasserlauf des Verbandes liegenden, zur Weide genutzten Grundstücke können erforderlichenfalls verpflichtet werden, diese einzuzäunen."

Es folgte sodann die Abstimmung über die Gründung des Verbandes.

Sämtliche anwesenden Kreise und Gemeinden stimmten für die Bildung des Verbandes, sowie die anwesenden Stauwerksbesitzer Besse, Holtey, Stadtwerke Warburg und Dr. Bering. Dagegen stimmten die übrigen Stauwerksbesitzer auf Grund der vorgelegten schriftlichen Erklärung.

Auf Grund des Stimmenverhältnisses wurde die Bildung des Diemelwasserverbands mit großer Mehrheit beschlossen. Die Satzung wurde sodann vorgelesen und einstimmig angenommen. Da die Voraussetzung zur Gründung bei der einstimmigen Zustimmung aller beitragspflichtigen Mitglieder und der Zustimmung der anwesenden Stauwerksbesitzer grundsätzlich gegeben war, eine sofortige Gründung durch Erlass der Satzung wegen der noch nicht zurückgenommenen Einsprüche jedoch noch nicht möglich war, wurde anschließend unter Vorbehalt der Bestätigung nach Gründung die Wahl des Vorstandes durchgeführt.

Zur Vorstandswahl wurden folgende Vorschläge gemacht:

1) Als Vorsteher: Amtsdirektor Hillebrand, Warburg
2) als Beisitzer:
    a) Stadtdirektor Gerke, Warburg
    b) Bürgermeister Garbes, Westheim
    c) Schnückel, Scherfede
    d) Rieland, Rimbeck
    e) Nolte, Germete
    f) Stauwerksbesitzer Ellerbrake.

Es wurden gewählt:

Als Verbandsvorsteher: Amtsdirektor Hillebrand, Warburg
als 1. Beisitzer: Bürgermeister Garbes, Westheim
als 2. Beisitzer: Stadtdirektor Gerke, Warburg
als 1. Stellvertreter Beisitzer: Bürgermeister Schnückel, Scherfede
als 2. Stellvertreter: Bürgermeister Rieland, Rimbeck.

Hiermit wurde die Versammlung geschlossen.


Vollmacht

Wir die unterzeichneten Triebwerksbesitzer bevollmächtigen Herrn Fabrikbesitzer Dr. Ing. Friedrich Bering in Warburg und Dr. jur. Rudolf Pauly in Wrexen für uns in der Gründungsversammlung des Diemelwasserverbands am 18. September 1951 im Kreishaus Warburg verbindlich für uns zu erklären, dass sie an einem Diemelwasserverband mit dem im Kreishaus ausgelegten Statuten nicht Mitglieder werden können. Wir ermächtigen die vorgenannten Herren an der Ausarbeitung eines neuen Statutes mitzuarbeiten.

Als Stellvertreter für die vorgenannten Bevollmächtigten ermächtigen wir mit demselben Recht Herrn Dr. Severidt in Warburg und Herrn Otto Ellerbrake in Scherfede Warburg, den 10. September 1951.

Unterschriften durch:

Warburger Papierfabrik Bering & Co
August Rose, Diemelmühle
Zuckerfabrik Warburg A.G.
Wilhelm Tegethoff Neue Mühle, Warburg
Johannes Faupel , Warburg
Gebr. Speith, Rimbeck
Scherfeder Wollfabrik
Johannes Besse, Bastianshof
Mühle & Elektrizitätswerk Westheim
Sägewerk Brühne , Wrexen.
Wrexener Plattenwerk Pauly & Co,
Emil Haupt, Mühle, Wrexen
E. Sprick A.G., Bielefeld
C. D. Haupt, Wrexen
Gräfl. Westph. Gutsverwaltung, Billinghausen

 

 

 

Niederschrift über den 2. Anhörungstermin für die Bildung des Diemelwasserverbands in Warburg

Warburg, den 21.9.1951

Auf Grund der ersten Versammlung zur Gründung des Diemelwasserverbands, auf der die Stauwerksbesitzer nur zum geringen Teil anwesend waren, wurde von den Vertretern der Stauwerksbesitzer eine zweite Versammlung gewünscht, die am 21.9.1951 unter Vorsitz des Oberregierunge- und -baurats Heß stattfand und an der die in der anliegenden Anwesenheitsliste aufgeführten Personen teilnahmen.

Der Gründung des Diemelwasserverbands stimmten alle Stauwerksbesitzer an der Diemel, soweit sie im Land Nordrhein-Westfalen wohnen, zu.

Ferner wurde folgenden Ergänzungen der Satzung zugestimmt:

§ 3, Abs.2 lautet:

" Die bestehenden Verpflichtungen der Mitglieder nach § 2, Abs. 1 b zur Beseitigung von Anlandungen und Schäden, die durch ihre Anlagen verursacht werden, bleibt unberührt.
Der Verband ist nicht: verpflichtet, über die normale Unterhaltung hinaus Räumungen und Arbeiten durchzuführen, die nur im Interesse der Mitglieder nach § 2, Abs. l b erforderlich sind."

Der bisherige Abs. 2 des § 3; wird Abs.3.

Zu § 11 wurde beschlossen, den Vorstand um einen weiteren Beisitzer zu erweitern, der von den Mitgliedern nach § 2, Abs. l b gewählt wird.

Hierfür wurde Herr Ellerbrake, Wollfabrik Scherfede gewählt.

Die Anwesenden, der zukünftige Vorsteher und der 1. Beisitzer des Verbandes, stimmten den gefassten Beschlüssen zu.


Die Gründung des Diemelwasserverbands ist somit einstimmig beschlossen worden.

  

 

 

Hochwasser 1965:

1965 Hochwasser 01

1965 Hochwasser 02

1965 Hochwasser 03

1965 Hochwasser 04

Stadtsilhouette

Stadtsilhouette

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