Stadt Warburg

Eine Stadt mit Geschichte

Ausstellung über historische Grenzsteine

20170303GrenzsteineAb Sonntag, den 5. März 2017, ist im Warburger Museum im „Stern“ die Ausstellung „Historische Grenzsteine in der Region“ zu sehen. Damit werden die wesentlichen Untersuchungsergebnisse von rund 500 km erkundeten historischen Grenzlinien veranschaulicht und einem breiteren Publikum vorgestellt. Zusammengestellt hat die Ausstellung Konrad Waldeyer aus Warburg. Zu sehen ist sie bis zum 2. April 2017. Das Museum ist täglich außer montags von 14.30 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

 

 

 

 

 

 Grenzstein des Klosters Hardehausen

 

Historische Grenzsteine berichten von untergegangenen Herrschaften und Klöstern. Sie erzählen von Streit um Landbesitz und Landnutzung. Ihre Zeichnung gibt Auskunft über die Territorialherren und deren Wappen, sowie über die Kunstfertigkeit der Steinmetze. Bearbeitung und Aufstellung liefern Informationen zum Grenzverlauf. Das Steinmaterial gibt Hinweise auf Steinbrüche und die geologischen Verhältnisse. Historische Grenzsteine sind somit wichtige Dokumente der Regionalgeschichte.

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Die „Drei Steine“ im Dreiländereck Waldeck/Paderborn/Kurköln

 

Um 1980 ist Konrad Waldeyer erstmals bei Bühne, im Wald hinter dem Hohen Berg, auf historische Grenzsteine gestoßen. Als damaliger Ortsheimatpfleger von Manrode hat er dann zu allen Landesgrenzsteinen, die ab 1754 zwischen dem Hochstift und der Landgrafschaft Hessen im Bereich seiner Heimatorte gesetzt wurden, eine Fotodokumentation erstellt. Wegen anderer Verpflichtungen mussten weitere Grenzerkundungen zunächst noch zurückgestellt werden. Seit dem Jahr 2007, nach seiner Pensionierung, erforschte Waldeyer intensiv historische Grenzsteine im erweiterten Umland seines neuen Wohnorts in Warburg.

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Musterzeichnung eines Grenzsteines, HStAM Karten Alll 1747, Blatt 6

 

Die ältesten Grenzsteine in der Region haben mehr als 500 Jahre fast unbeschadet der natürlichen Verwitterung widerstanden. Zahlreiche alte Grenzsteine sind aber vor allem durch Unachtsamkeit oder menschliches Fehlverhalten verloren gegangen. Deshalb wird mit dieser Ausstellung auch die Hoffnung verbunden, dass Aufmerksamkeit und Achtung für die relativ kleinen, zugleich aber faszinierenden, historischen Grenzsteine wachsen mögen, damit sie auch noch den folgenden Generationen Zeugnis geben können über längst untergegangene Territorien, deren ehemalige Grenzen sich oft bis in die Gegenwart erhalten haben.

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Doppelgrenzstein mit dem Wappen der Herrschaft Spiegel

 

Neben Veröffentlichungen in Periodika, u.a. im Jahrbuch des Kreises Höxter und der „Warte“, sind bisher drei Monografien zu historischen Grenzsteinen von Konrad Waldeyer erschienen, zuletzt die Arbeit über historische Grenzsteine im südlichen Eggegebirge.