Stadt Warburg

Eine Stadt mit Geschichte

Großformatiges Bild der Stadt übereignet

Um eine künstlerische Attraktion reicher ist die Hansestadt Warburg seit dem 10. April 2017. Dr. Kurt Schultze aus Düsseldorf, ein Enkel von Hans Kohlschein, übergab an diesem Tage im Museum im „Stern“ ein 4,70 x 1,66 Meter großes Gemälde seines Großvaters an Bürgermeister Michael Stickeln. Betitelt ist die 1904 entstandene Arbeit nach Familienüberlieferung als „Die sieben Warburger“. In den nächsten vier Wochen kann das Bild im Museum im „Stern“ bewundert werden, bevor es an seinen endgültigen Platz verbracht wird.

Dr. Schultze zeigte sich erfreut darüber, dass das Werk jetzt in der von Hans Kohlschein so geliebten Stadt Warburg eine neue und endgültige Heimat gefunden hat. Vorher hatte es seinen Platz in der Eingangshalle des Wohnhauses von Brigitta Landsberg in Dortmund, einer Schwester von Dr. Schultze. Dort zog es, so wusste Dr. Schultze zu berichten, alle Besucher
sofort in seinen Bann.

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Dr. Kurt Schultze, Enkel des Malers Hans Kohlschein, hat der Hansestadt Warburg das großformatige Bild überlassen.

Bürgermeister Michael Stickeln bedankte sich für die großzügige Schenkung und das damit verbundene Vertrauen. Er betonte den hohen künstlerischen und ideellen Wert des Werkes und zeigte sich beeindruckt von der Lebendigkeit und dem Detailreichtum des Bildes.


Durch seine monumentale Größe, seine auf leichte Untersicht angelegte Komposition und seine Malweise entspricht das Bild den Wandbildern und Fresken, für die Hans Kohlschein seit seiner Frühzeit als Experte angesehen wurde.
Die Szenerie wurde möglicherweise durch die Geschichte von den sieben Schwaben angeregt. Das Bild „Die Sieben Warburger“ vereinigt alle Merkmale und Qualitäten, die für das vielfältige und umfangreiche Schaffen Hans Kohlscheins als charakteristisch und prägend gelten.

 

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Hans Kohlschein, Die sieben Warburger


Die dargestellte Architektur stellt eindeutige Bezüge zu Warburg her. Die Brücke lässt sich mit der Johann-Nepomuk-Statue als die ehemalige Diemelbrücke vor dem Neuen Tor südlich der Altstadt identifizieren. Aus bildkompositorischen Gründen hat Hans Kohlschein diese mit leichtem Richtungswechsel näher vor die Stadtbefestigung gerückt und zusätzlich als optische Begrenzung am linken Bildrand einen Stadtmauerturm ergänzt. Wenn nicht durch eigenes Erleben vor Ort dürften Hans Kohlschein die Warburger Architektur samt entsprechender Stadtansichten durch die verschiedenen Skizzenbücher seines Vaters wohl bestens vertraut gewesen sein.