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Konzept zur naturnahen Entwicklung der Diemel durch Büro für Landschaftsökologie AVENA (1997)

Einleitend  weist das Gutachten auf folgende Aufgabenstellung hin:

Der Diemelwasserverband Warburg wurde 1951 gegründet, um die Diemel zwischen Westheim und Daseburg "in ordnungsgemäßem Zustand zu erhalten, den Wasserablauf zu regeln und die Grundstucke vor Hochwasser zu schützen" (Diemelwasserverband Warburg 1976). Ihm gehören die Städte Marsberg. Diemelstadt und Warburg an.
Die Gründung eines Städte- und länderübergreifenden Wasserverbandes sollte ermöglichen, dass die Unterhaltungsaufgaben unabhängig von den bestehenden Verwaltungsgrenzen geleitet und durchgeführt werden können.
In der Vergangenheit fand die Gestaltung und Unterhaltung der Diemel im wesentlichen unter ökonomischen Gesichtspunkten statt, Ziel war es "bei gestreckter Linienführung einen ruhigen Abfluss zu sichern" (Diemelwasserverband 1976), Insofern entfiel der größte Anteil der Unterhaltungskosten auf Maßnahmen zur Ufersicherung.
Mit Beginn der 80er Jahre fand in dieser Hinsicht ein gesellschaftspolitischer Prozeß des Umdenkens statt, Nachdem die chemische Gewässergute in der Vergangenheit deutlich verbessert werden konnte, wurde nun erkannt, daß zur weiteren ökologischen Aufwertung der Gewässer die Verbesserung der Gewässerstrukturen erfolgen muß. Es erschienen die ersten Richtlinien. Verordnungen und Merkblätter zum "naturnahen Gewässerausbau" und zur "Gewässerpflege" Außerdem wurde mit den ersten Renaturierungen begonnen, Mit der Änderung der Gesetzeslage wurden eine naturnähere Gewässerunterhaltung sowie Gewässerrenatunerungen zu öffentlichen Aufgaben.
Das vorliegende Konzept zur Renaturierung der Diemel wurde im wesentlichen von den Ländern finanziert In Nordrhein-Westfalen erfolgte die Finanzierung nach der Förderrichtlinie für Maßnahmen der Gewässerunterhaltung von 1992 in Hessen war das Landesprogramm "Naturnahe Gewässer" des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten von 1980 maßgeblich. Ziel des Projektes ist die Verbesserung des strukturellen Zustands der Diemel. Dabei soll den Maßnahmen zur Förderung der Eigendynamik des Gewässers Priorität zukommen. Bestehende Zwangspunkte werden berücksichtigt, es werden jedoch Möglichkeiten der Minimierung der Schadwirkung solcher Zwangspunkte dargelegt. Da die Kenntnisse der Gewässermorphologie im Grenzbereich zwischen Ingenieur und Naturwissenschaften angesiedelt sind, ist ein Zusammenwirken beider Fachdisziplinen unerläßlich. Insofern waren an der Erarbeitung des vorliegenden Konzeptes nicht nur Biologen (Botanikerinnen und Zoologen) sondern auch Wasserbauingenieure beteiligt.
Fließgewässer sind als Kontinuum zu betrachten. Zu berücksichtigen ist insofern, daß im Rahmen des vorliegenden Konzeptes nur ein geringer Abschnitt der Diemel betrachtet werden konnte. Wünschenswert wäre eine umfassendere Betrachtung des kompletten Einzugsgebietes der Diemel. Allein aus der Tatsache, daß sich im untersuchten Diemelabschnitt 9 Wehre befinden, die Durchgängigkeit der Diemel zwischen Diemeltalsperre und Mündung in die Weser insgesamt jedoch von 51 Störstellen beeinträchtigt wird, von denen über die Hälfte als kaum oder gar nicht passierbar eingestuft werden (WINTER et al 1997) ergibt sich die Notwendigkeit einer umfassenderen Vorgehensweise. Neben der Umsetzung der vorgestellten Maßnahmen für den bearbeiteten Gewasserabschnitt empfehlen wir deshalb die einzugsgebietsbezogene Untersuchung des Ober- und Unterlaufes der Diemel bis zur Mündung in die Weser sowie ihrer Nebenarme und die Erstellung eines entsprechenden Renaturierungskonzeptes für diese Bereiche.

Das Konzept beinhaltete folgende Teile:

Grundlagenteil:
        - Nutzungen im und am Gewässer
        - Hydraulische Kenngrößen
        - Gewässergütekartierung
        - Biotopgütekartierung
        - Faunistische Erhebungen
Gewässerstrukturgütekartierung (Ergebnisteil):
        - Bestimmung des Leitbildes
        - Bewertung des Ist- Zustandes
        - Biotoptypenkartierung m. Bewertung
        - Faunistische Bewertung
            - benthische Organismen
            - Fische
            - Vögel
(Entwicklungsteil):
        - Aquatische Durchgängigkeit
        - Lauf- und Uferumgestaltung
        - Uferrandstreifen
        - Gewässerumfeld (Aue)
        - Sondermaßnahmen
Maßnahmenvorschläge:
Konzeptumsetzung:
-    Verbesserung der Durchgängigkeit für den Fischauf- und Fischabstieg
-    Schaffung eines Uferrandstreifens in 15m Breite beidseitig des Gewässers
-    Beseitigung der nicht standortgerechten Gehölze und Ersatz durch gewässertypische Bepflanzung zur Beschattung des Gewässers
-    Lebende Ufersicherung
-    Sondermaßnahmen
-    Durchgängigkeit

Konkrete Maßnahmen aus dem AVENA Gutachten
Uferrandstreifen
Durchführung eines Raumordnungsverfahrens durch das Amt für Agrarordnung Warburg
Erwerb von Grundstücken als Tauschmasse
Erwerb der Ufergrundstücke im östlichen Teil des Verbandsgebietes ab 2000
Gewässerbepflanzung
Beseitigung von Pappelbeständen (von 900 Stück)
Erlen- und Weidenbepflanzung im Bereich Hessen u. NRW in Abstimmung mit den Landschaftsbehörden
 

 

Fischaufstiegsanlage Wasserkraftwerk Lödige (1999)

 
Fischaufstieg Wehr Holtei Westheim (2003)



Fischaufstieg Wasserkraftwerk Warburg (2004)


Fischaufstiegsanlage am Krafthaus der Diemelmühle (2009)
Ausgaben Insgesamt:         138.305,55 €  = 100 %
Zuwendung des Landes:     110.644,44 € = 80 %

Fischaufstiegsanlage am E-Werk „ Diemelweg“ Rimbeck (2010)
Zuwendungsfähigen Gesamtausgaben: 164.313 €
Zuwendung des Landes: 123.300 € € = 75 %

Fischaufstiegsanlage an der Kliftmühle (2011)
Ausgaben Insgesamt:          186.293,12 €  = 100 %
Zuwendung des Landes:     148.600,-- € = 79,8 %

Fischaufstiegsanlage Bastianshof / Besse in Scherfede (2016)
Ausgaben Insgesamt:          154.963,45 €  = 100 %
Zuwendung des Landes:     124.000,-- € = 80 %

 

 

 

Diemelaue I

1997 hat der Diemelwasserverband das AVENA Gutachten (s.o.) als Gewässerentwicklungkonzept in Auftrag gegeben. Früh wurden die ökologischen Defizite festgestellt.

2000 hat der Verband dann eine Förderung zur Anlage eines Uferrandsterifens erhalten.

2003 mit Einleitung des Bodenordnungsverfahrens Diemelaue I führt das Dez. 33 für den Verband die Bodenordnung durch.

2016 ist das Bodenordnungsverfahren Diemelaue I weitestgehend abgeschlossen.

2018 weist der Verwendungsnachweis vor der Abschlussprüfung Gesamtkosten i.H.v. 669.684,42 € aus. Die Zuwendungen betragen 535.604,93; der Eigenanteil der Hansestadt Warburg liegt damit bei 133.936,88 €.



Zeitversetzt ist im Okt 2000 die Wasserrahmenrichtlinie durch das europäische Parlament beschlossen worden. 2003 ist diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt worden.

Ziel der WRR ist es:
•    natürliche Gewässer sollen einen guten quantitativen und chemischen Zustand bekommen
•    künstlich veränderte Gewässer sollen ein gutes ökologisches und chemische Potential erhalten
•    nicht nur Oberflächengewässer, auch die unterirdischen Wasserkörper
•    guter Zustand /gutes Potential
•    chemische Komponenten sollen gut sein
•    Artenreichtum an Fischen soll vorhanden sein
•    biologische Gewässergüte soll passen
•    Gewässerstrukturgüte soll gut werden.

Als Zielvorgabe galt das Jahr 2015 -  wie sich allerdings herausstellte, handelte es sich hierbei um ein sehr ambitioniertes Ziel, welches bis zu diesem Zeitpunkt sowohl monetär als auch personell nicht vollständig umgesetzt werden konnte.

Spätesten bis 2027 sollen die Ziele der WRR umgesetzt sein.

Grundvoraussetzung um den ökologischen Zustand zu verbessern ist Raum / Platz in einem vorbestimmten Korridor!

Diemelaue II

Bereits in seiner Sitzung am 13.03.2001 hat der Rat der Stadt Warburg einstimmig der Einleitung und der Durchführung der Flurbereinigungsverfahren Diemelaue I (Haueda- Twiste) und Diemelaue II (Twiste-Marsberg) zugestimmt. Das Bodenordnungsverfahren Diemelaue I soll in Kürze durch das Dezernat 33 bei der Bezirksregierung in Detmold abgeschlossen werden.
Ziel der vorgenannten Verfahren ist die Überführung eines ca. 15 m breiten Uferstreifens durch Ankauf oder Tausch in öffentliches Eigentum, um hier eine Gewässerentwicklung zuzulassen. Dieses Ziel wurde weitgehend im 1. Abschnitt erreicht. Nunmehr soll zusätzlich zu der 2001 vorgestellten und beschlossenen Konzeption im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie der Grunderwerb für insgesamt „6 Strahlursprünge“, davon vier an der Diemel und je einer an der Ohme und am Kälberbach, realisiert werden. In diesen Abschnitten sollen breitere Grundstücksstreifen übernommen werden, um gemäß einer noch aufzustellenden Planung durch ein Fachbüro einen naturnahen Gewässerausbau zu ermöglichen.


Nach vorangegangenen Besprechungen mit den beteiligten Behörden hat der Diemelwasserverband als Maßnahmenträger im Januar 2011 einen Antrag an die Bezirksregierung Detmold auf Einleitung eines Bodenordnungsverfahrens für den 2. Abschnitt (Diemelaue II) gestellt. Das zuständige Landesministerium hat bereits im Februar 2011 der Einleitung des Verfahrens zugestimmt, wonach am 04. Dezember 2012 ein Zuwendungsantrag gestellt wurde, dem mit Bescheid vom 11.12.2012 entsprochen wurde. Im Bescheid erfolgte eine Zuschusszusage über 320.000,00 € für den Grunderwerb (Fördersatz 80 % unter dem Hinweis auf Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie). Der Eigenanteil in Höhe von 20 % ist von der Hansestadt Warburg aufzubringen. Nach weiteren Vorbesprechungen mit Diemelwasserverband, Kreis Höxter (Untere Wasserbehörde und Untere Landschaftsbehörde), den Dezernaten 33 (Bodenordnung) und 54 (Wasserwirtschaft) der Bezirksregierung wurde zuletzt den Vertretern der Landwirtschaft in den betroffenen Ortsteilen sowie dem Landwirtschaftlichen Kreisverband und der Landwirtschaftskammer im Juli 2015, Art und Umfang des geplanten Bodenordnungsverfahrens vorgestellt. Nunmehr soll im September 2015 mit dem Termin zur Information der voraussichtlich beteiligten Eigentümer das Flurbereinigungsverfahren begonnen und bis zum Ende des Jahres 2015 auch formell eingeleitet werden.
In den vorgenannten Gesprächen mit Vertretern der Landwirtschaft aus den betroffenen Ortsteilen (Ortslandwirte, Vertrauensleute, Vorsitzende der Ortsvereine) wurde seitens der Verwaltung erklärt, dass die Hansestadt zur Durchführung und Umsetzung von Maßnahmen im Zuge der EU -Wasserrahmenrichtlinie unter Auflagen der Aufsichtsbehörden verpflichtet ist. Auch wurde herausgestellt, dass im Rahmen des Verfahrens die Umsetzung nur durch freiwillige Regelungen mit den Eigentümern erfolgen kann und ein weiterer, gleichberechtigter Zielpunkt die Verbesserung der Agrarstruktur beispielsweise durch Zusammenlegung von Flächen, Neuordnung von Wegesituationen sein soll. Die am Gewässer zu erwerbenden Grundstücke gehen mit Abschluss des Verfahrens künftig in städtisches Eigentum über. Der Eigenanteil der Hansestadt an den Grunderwerbskosten in Höhe von 20 % ist entsprechend dem Fortgang des Verfahrens in den jeweiligen Haushaltsjahren zu verplanen.

Der Rat der Hansestadt Warburg hat am 23.07.2015 der Einleitung und Durchführung eines Flurbereinigungsverfahrens längs der Diemel für den Bereich Landesgrenze zu Hessen in der Gemarkung Scherfede bis zur Einmündung des Kälberbaches in die Diemel zugestimmt.
Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel (Eigenanteil der Hansestadt an den Grunderwerbskosten) sind in den jeweiligen, kommenden Haushaltsjahren verplant worden bzw. werden noch zu verplanen sein.

Daraufhin hat die Bezirksregierung Detmold, Dezernat 33, Ländliche Entwicklung/Bodenordnung das vereinfachte Flurbereinigung Diemelaue II eingeleitet; siehe Ausgabe „Warburg zum Sonntag“ am 05.12.2015 .

Detmold:
Beschluss von 30. November 2015 (Auszug):
1. Für ein Teilgebiet der Stadt Warburg, Kreis Höxter, wird gemäß § 4 in Verbindung mit § 86 Abs. l Nr. l und Nr. 3 Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) in der Fassung vom 16. März 1976 (BGB1. I S. 546), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19.12.2008 (BGB1.1 S. 2794), das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Diemelaue II angeordnet und das Flurbereinigungsgebiet für die nachfolgend aufgeführten Grundstücke….festgestellt.
2. Das Flurbereinigungsgebiet ist auf der als Anlage zu diesem Beschluss genommenen Gebietskarte dargestellt. Es ist rund 325 ha groß.
3. Der Flurbereinigungsbeschluss mit Gründen und Gebietskarte liegt zur Einsichtnahme für die Beteiligten zwei Wochen lang bei der Hansestadt Warburg Bahnhofstraße 28 34414 Warburg wäh-rend der Dienststunden aus. Die Zweiwochenfrist beginnt mit dem Tag nach der öffentlichen Be-kanntmachung dieses Beschlusses.
Zur Information ist der vollständige Beschluss mit Gründen und Gebietskarte auf der Homepage der Bezirksregierung Detmold einzusehen unter: http://www.bezreg-detmold/ > Bekanntmachungen/ Amtsblätter > Flurbereinigung/Flächenmanagement > Diemelaue II
4. Die Eigentümer und die Erbbauberechtigten der zum Flurbereinigungsgebiet gehörenden Grundstücke (§ 10 Nr. l FlurbG)
bilden die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Diemelaue II mit Sitz in Warburg. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (§16 FlurbG).
5. Rechte, die aus dem Grundbuch nicht ersichtlich sind, aber zur Beteiligung am Flurbereinigungsverfahren berechtigen, sind nach § 14 Abs. l FlurbG innerhalb einer Frist von drei Monaten nach der öffentlichen Bekanntmachung dieses Beschlusses bei der Bezirksregierung Detmold, Dezernat 33, -Flurbereinigungsbehörde-, Leopoldstraße 15 in 32756 Detmold anzumelden.
Zu diesen Rechten gehören z. B. nicht eingetragene dingliche Rechte an Grundstücken oder Rechte an solchen Rechten sowie persönliche Rechte, die zum Besitz oder zur Nutzung von Grundstücken berechtigen oder die Nutzung von Grundstücken beschränken.

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Renaturierungsprojekt des Strahlursprungs Nr. 254 an der Diemel im Bereich nordöstlich der Ortslage Germete

 

Der ökologische Zustand der Diemel im Verbandsgebiet wurde auf der Basis der aktuellen Monitoring - Ergebnisse als unbefriedigend eingestuft. Damit wird der „gute ökologische Zustand" an der Diemel momentan, vor allem aufgrund struktureller Defizite, nicht erreicht.
Deshalb wurde der Verbandsversammlung des Diemelwasserverband Warburg am 29.11.2016 vorgeschlagen, in den nächsten Jahren strukturverbessernde Maßnahmen an der Diemel durchzuführen. Die Maßnahmen sollen der Zielerreichung gemäß den Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie dienen.

Zur Umsetzung einer ersten Maßnahme bietet sich aus Sicht des Verbandes ein ca. 800 -1.000 m langer Abschnitt der Diemel nordöstlich der Ortslage Germete an. Der Gewässerabschnitt ist gem. dem Konzept zur hydromorphologischen Verbesserung der Fließgewässer im Kreis Höxter - Verortung des Strahlwirkungskonzeptes zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie als Strahlursprung Nr. 254 zu verorten.
In diesem Bereich stehen die Flächen im Eigentum der Hansestadt Warburg und könnten somit unmittelbar genutzt werden. Ferner liegen die Flächen an einem Rad und Wanderweg, so dass die Maßnahme auch für die Öffentlichkeit unmittelbar zugänglich ist.
Für diese Maßnahme gewährt das Land NRW wasserwirtschaftliche Zuwendungen zur Gewässerentwicklung. Der Fördersatz liegt bei bis zu 80 %. Bei Umsetzung der Maßnahme ist auch die Genehmigungsplanung vollständig förderfähig.


Die Verbandsversammlung hat den Verbandsvorsteher beauftragt, auf Basis des wirtschaftlichsten Angebots die Genehmigungsplanung zur Renaturierung des Strahlursprungs Nr. 254 an der Diemel zu vergeben.
Vergleichende Angebote wurden Anfang 2017 eingeholt. In 2018 fanden erste Abstimmungstermine mit Vertretern der UIH Ingenieur- und Planungsbüro, Höxter mit Vertretern der Aufsichtsbehörden zur Vorplanung der Maßnahme statt. Im Hinblick auf die noch vorzunehmenden Arbeiten wurde die Mittelanmeldung für das Jahr 2018 zurückgenommen. In 2019 soll nun das Genehmigungsverfahren stattfinden, sodass frühestens in 2020 mit einer Genehmigung gerechnet wird. Sodann ist der Bau des Strahlursprungs vorgesehen.
Zudem wurden in 2018 orientierende geologische Voruntersuchungen nach DIN 4020:2003 in Auftrag gegeben, um die Planung weiter voran zu treiben.
Zum gegebenen Zeitpunkt soll die Planung auch im Bezirksausschuss Germete sowie im Rat der Hansestadt Warburg vorgestellt werden, um eine breite Akzeptanz zu erreichen.

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IKSP-Projekt „Äschen-Habitatverbesserung, Diemel bei Wrexen“

 

Die Diemel ist im Umfeld von Wrexen (Flusskilometer 51) stark verändert. Damit ist der Lebensraum für Fische in hohem Maß beeinträchtigt. Das gilt insbesondere für die Äsche. Die Äsche ist als klimasensible Art in Hessen gelistet, ihre Bestände sind bereits heute als stark gefährdet eingestuft. Aus diesem Grund besteht die Notwendigkeit, den Lebensraum der Äsche in einer Weise zu verbessern, der negativen Wirkungen durch den Klimawandel entgegenwirkt.

In Zusammenarbeit der Stadt Diemelstadt, des Diemel Wasserverbandes Warburg, des Büros für Fischbiologie Marburg sowie des RP Kassel werden auf einer Länge von bis zu 500m insbesondere die Gewässerstrukturen angelegt, die für die Äsche besonders förderlich sind und im hessischen Teil der Diemel nur noch selten vorkommen. Die Kosten in Höhe von 425.000 EUR werden im Rahmen des integrierten Klimaschutzplans Hessen aus Mitteln des Landes Hessen finanziert. Die Stadt Diemelstadt stellt Eigentumsflächen zur Verfügung.

Im Rahmen eines Informationstermins am 15.06.2020 wurde im Dorfgemeinschaftshaus in Diemelstadt-Rhoden der Förderbescheid offiziell übergeben.

Dieser Termin sah folgende TO vor:

  • Begrüßung
    Elmar Schröder, Bürgermeister
  • Warum das Land Hessen das Projekt im Rahmen des Integrierten Klimaschutzplans Hessen finanziert.
    Dr. Christian Henschke, Regierungspräsidium Kassel
  • Warum ist die Äsche als Klimasensible Art eingestuft und was ist zu tun?
    Christoph Dümpelmann, Büro für Fischbiologie & Gewässerökologie
  • Übergabe des Förderbescheides durch das Regierungspräsidium Kassel an den Diemelwasserverband Warburg

Zeitschiene der Maßnahme:

  • Planung nach Vorlage des Förderbescheides im Jahr 2020
  • /Dez. 2020 Einreichen der Planung bei der unteren Wasserbehörde mit Vorbereitung der Ausschreibung
  • Juni 2021 Genehmigung der Planung
  • Ausschreibung der Maßnahme
  • Oktober 2021 Umsetzung/Baubeginn der Maßnahme Herbst 2021/Frühjahr 2022

Stadtsilhouette

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